18.09.2014Persönlicher Glaube

Christus, unser Leben

Sein Werk

Als Christen wissen wir, dass uns Gott geschaffen hat und alles für Christus geschaffen ist. Alles was nicht für Ihn da ist (Sünde - im tiefsten Sinn und Ursprung), muss von Ihm verurteilt werden.

Aber für die, die ihre Sünden Gott bekannt haben und sich bekehrt haben, hat der Herr Jesus das Gericht Gottes getragen. Er ist am Kreuz zur Sünde gemacht worden und musste von Gott verlassen werden. Damit trug Er genau das Gericht unserer Strafe. Er trug es in drei Stunden. Das ist die Ewigkeit unserer Strafe.

 

In alle Ewigkeit

Das für uns bestimmte Gericht wurde schon ausgeführt. Wir, die wir geglaubt haben, sind vor Gott als Heilige, für Ihn zur Seite gestellt, und gerechtfertigt. Aber die alte Natur ist noch in uns, wir sind auf der Erde. Im Himmel werden wir diese alte Natur nicht mehr haben, und darauf freue ich mich! Dort wird alles an seinem Platz sein. Ich weiß sicher, dass ich Ihn nie mehr verunehren, Ihn immerzu anbeten und zum Monument seiner Gnade gehören werde, welches in Ewigkeit zeigen wird, dass Gott Liebe ist und was Er in seiner wunderbaren Gnade getan hat.

 

Die alte Natur

Dann ist das Böse endgültig weg, nicht nur derjenige, der es überhaupt angeregt hat, Satan, und diejenigen, die es ausgeführt haben, ohne umgekehrt zu sein, sondern auch das Böse an sich - auch das System Sünde. Das ist das System, welches eigentlich dem Lebenssinn der alten Natur entspricht.

Die Lust der Augen, die Lust des Fleisches und der Hochmut des Lebens sind dabei die drei direkten Trittbretter zur Sünde, und doch lassen wir uns so oft auf genau diese ein ...

 

Die neue Natur

Die neue Natur dagegen, hat nicht die gänzlich unheilige Sünde zum Lebenssinn, sondern den Herrn Jesus. Das ist durch den Heiligen Geist möglich. Er hat es zum Ziel, uns in die Wahrheit Gottes zu führen und den Herrn Jesus (auch darin) zu verherrlichen.

 

Stellung

Doch durch das Werk vom Herrn Jesus sind wir der Stellung nach vor Gott ohne Sünde und heilig. Heilig zu sein heißt, für Gott abgesondert zu sein. Das steht im direkten Gegensatz zur Sünde und zum Sündigen.

 

Zustand und Hingabe

Das (die Stellung) hat der Erlöste durch die Neue Natur in der Kraft des Heiligen Geistes erfasst, und deshalb kann er keine Freude daran verspüren, etwas zu tun, was nicht direkt oder indirekt für Gott ist. Wenn ich im Geist wandle, lebe ich für Gott. Ich trenne nicht die natürlichen, menschlichen, notwendigen Sachen des Lebens hier auf der Erde von denen des Werkes des Herrn. Nein, wenn ich esse, Pause mache, schlafe, dann sollte ich das immer in dem Bewusstsein tun, dass mein Leben für Gott ist. Wer sein Leben verliert um Christi willen, wird es gewinnen. Er wird es gewinnen, weil Christus dann das Leben ist. Die alte Natur möchte auch die irdischen Dinge wie Essen und Trinken zu einer Begierde machen, entsprechend der drei genannten Lüste. Die neue Natur sieht mehr das Mittel zum Zweck, so wie die Kämpfer bei Gideon, die aus dem Durststillen keine längere Sachen machten (sich extra zum trinken niederließen, um mit der Hand zu trinken). So konnten diese wenigen „Schnelltrinker" von Gott zum Kampf benutzt wurden. Wir sollten uns fragen, ob wir unser Leben nach der Bekehrung auch ganz praktisch Gott zur Verfügung gestellt haben.

 

Ein himmlisches Leben auf der Erde

Ich darf als Erlöster ein erfülltes Leben führen - ein Leben für Gott. Ich darf tun und lassen, was Gott möchte. Nur das kann mich als echten Christen und Himmelsbürger wirklich glücklich machen. Unser Leben soll ganz praktisch durch den Herrn Jesu erfüllt sein. Wir lesen, dass Er der Inhalt unseres Lebens sein möchte.

 

Himmlische Segnung in Ihm

Natürlich stehe ich noch mit beiden Beinen auf der Erde, aber in dieses „Mittel-zum-Zweck-Leben" darf ich den Herrn Jesus in alle Schwierigkeiten mit hineinnehmen, die Erziehungswege des Vaters anerkennen und, darauf aufbauend, erkennen, was der Herr von mir wünscht. Doch bei allem Tun und Ruhen ist es wichtig (wie es John Neslon Darby einmal ausdrückte) mehr von Ihm zu genießen, als man im Dienst weitergibt.

Die geistlichen Segnungen in den himmlischen Örtern sind in Christus zu finden und beziehen sich auf das gegenwärtige Leben. Es muss Zeiten geben, wo ich mich von allem um mich herum trenne, um innerlich bei Ihm in der Herrlichkeit zu sein. Das sind die himmlischen Örter. Dann zeigt Er mir, was sein Herz bewegt. Wir sind einfach da, wo Er heute zu Hause ist und schon immer wohnte. Das ist wahre Gemeinschaft.