26.10.2014Matthäus | Persönlicher Glaube

Die Lästerung des Geistes (5)

Das Thema der Lästerung des Geistes Gottes hat schon viele Gläubige beunruhigt. Habe ich nicht diese Sünde schon einmal begangen, als ich in ungeziemender Weise von Gott, dem Heiligen Geist gedacht oder gesprochen habe? Habe ich nicht schon gegen Ihn gesündigt?

Dazu ist zu sagen, dass jede Sünde, die ein Mensch begeht, eine Sünde gegen den Heiligen Geist ist. Denn jede Sünde ist eine Sünde gegen Gott; und der Heilige Geist ist Gott. Insofern richtet sich jede Sünde eines Menschen auch gegen den Heiligen Geist. Davon ist aber an dieser Stelle überhaupt nicht die Rede. Hier geht es nicht um eine Sünde gegen den Heiligen Geist, sondern um die Lästerung des Geistes, also dass man Ihm böse Dinge zuschreibt in dem vollen Bewusstsein, dass dies nicht wahr ist.

Andere haben an die Sünde von Ananias und Sapphira gedacht. „Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen ... hast?" (Apg 5,3). Hier geht es in der Tat um eine ganz besondere Sünde. Johannes spricht in seinem Brief von der „Sünde zum Tod" (vgl. 1. Joh 5,16.17). Es ist eine Sünde, die in den Augen Gottes so eklatant ist, dass Er einen solchen Gläubigen nicht mehr als Zeugen hier auf der Erde gebrauchen kann. Ein solcher Gläubiger erleidet unter der Zucht des Vaters den physischen Tod. Er ist dann aber im Paradies Gottes, denn es handelt sich um ein Kind Gottes. In Matthäus 12 dagegen muss jemand, der die Lästerung des Geistes begangen hat, den ewigen, den zweiten Tod erleiden. Das ist die Hölle!