12.10.2014 Matthäus | Persönlicher Glaube

Die Lästerung des Geistes (4)

In der Parallelstelle in Markus 3,29.30 heißt es: „Wer aber irgend gegen den Heiligen Geist lästert, hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig - weil sie sagten: Er hat einen unreinen Geist" (Verse 29.30). Der Herr Jesus hatte von sich gesagt, dass Er „die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe" (Mt 12,28). Lukas bezeichnet die Austreibungskraft des Herrn als „den Finger Gottes".

Wie hätte Gott da hinnehmen können, dass der Geist Gottes als ein unreiner Geist bezeichnet wurde? Dass das, was göttlich war, unrein genannt wurde? Dass das, was vollkommen rein war, unrein sein sollte, und zwar eine Person - der Heilige Geist - der nicht hörbar in diese anmaßende Verurteilung eingreifen konnte? Christus hätte sich öffentlich verteidigen können. Auch der Vater hatte seine Stimme schon erschallen lassen (Mt 3,17). Aber der Heilige Geist war der „dienstbare Geist", der wirkte, aber nicht in der Öffentlichkeit auftrat. Daher war diese boshafte Verleumdung seiner Person und seines Wirkens so schlimm.

Wir müssen zudem bedenken, dass die Kraft und Reinheit des Geistes Gottes im Herrn Jesus vollkommen sichtbar wurde. Das unterscheidet Ihn von uns. Denn im Leben eines Christen wird Richtiges immer wieder mit Versagen vermischt, auch wenn der Heilige Geist in uns wohnt. Bei uns kann man den Heiligen Geist leider nicht in dieser reinen und offensichtlichen Form erkennen. Bei Ihm war das aber bei jedem Schritt, bei jedem Wort, bei jeder Tat und ganz besonders bei jedem Wunder anders. Alles war göttlich vollkommen, gewirkt durch den Heiligen Geist. So zeigt der Herr Jesus die Konsequenz dieser Art von Sünde: Es gibt keine Vergebung für das böse Reden der Pharisäer.