24.10.2014Persönlicher Glaube

Das neue Augenmerk auf Bestattungen

Auf der Branchenmesse Befa zeigen Bestatter, welche neuen Trends bei Beerdigungen zu beobachten sind. Naturmaterialien und Billigbeerdigungen sind im Kommen. Ein Highlight ist das sich selbst gießende Grabsystem "Ewig Nah". Hier gibt es eine über Sensoren gesteuerte Bewässerungsanlage, die dafür sorgt, dass die Pflanzen immer feucht sind ...

 

Auf der einen Seite versucht man, auch den Tod möglichst günstig zu gestalten. Daher sind sogenannte „Billiganbieter" im Kommen. Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht verwunderlich, dass inzwischen über 50% der Bestattungen über Krematorien laufen. Von den jährlich ungefähr 860.000 Toten werden inzwischen 54,5% verbrannt.

 

Das kann aber noch einen anderen Grund haben: Denn manche Menschen wollen verhindern, dass die biblische Vorhersage von Gott eingehalten wird: Der Apostel Paulus widmet (sozusagen) ein ganzes Kapitel der materiellen Auferstehung der Gläubigen. „Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen" (1. Kor 15,53).

 

Offenbarung 20 macht zudem klar, dass auch die Ungläubigen einmal als Menschen mit Leibern vor ihrem Richter stehen. Johannes zitiert in dem Evangelium die Worte Jesu, der dies die Auferstehung des Gerichts nennt.

 

Diesem Augenblick kann kein Ungläubiger davonlaufen. Gott wird die Überreste des Menschen zusammensammeln und ihn wieder mit einem Leib bekleiden. Da spielt es keine Rolle, ob er begraben oder verbrannt wurde.

 

Als Gläubige wollen wir kein großes Aufheben machen im Blick auf die Bestattungen. Wir finden in der Schrift kein positives Beispiel einer Verbrennung eines Menschen. Immer dann, wenn gottesfürchtige Menschen mit dem Tod zu tun hatten, haben sie ihre Verstorbenen begraben. Das galt für Johannes den Täufer, für die Könige, und auch für Saul, den treue Männer begruben. Besonders denken wir an das Begräbnis unseres Herrn Jesus Christus.

 

Es mag Sondersituationen geben, die wir nicht zu beurteilen haben. Aber wir sind aufgefordert, den Leib eines Heimgegangen mit aller Würde zu behandeln. Es fällt auf, dass der Leib unseres Herrn, der ins Grab gelegt wurde, mit seinem Namen verbunden wurde: „Dorthin nun, wegen des Rüsttags der Juden, weil die Gruft nahe war, legten sie Jesus" (Joh 20,42). Es heißt nicht: seinen Leib.

 

So wollen auch wir verfahren. Wir wollen keine Pilgerstätten aus den Gräbern unserer Heimgegangenen veranstalten. Aber wir wollen sie in Würde bestatten, in dem Bewusstsein, dass Gott dieses Samenkorn auferwecken wird, zu seiner Verherrlichung!