25.02.2015 Persönlicher Glaube

Die Zunge wird nie müde ...

Wir vergessen so leicht, dass Jakobus fast ein ganzes Kapitel unserer Zunge gewidmet hat. Er vergleicht sie mit dem kleinen Steuerruder eines Schiffs. Durch dieses kleine Ruder wird ein großes Schiff gelenkt. Und dabei kann es, so Jakobus, mit einem kleinen Feuer einen großen Wald anzünden (vgl. Jak 3,2 ff.).

 

Was machen wir mit unserer Zunge? Die Zunge ist ja nicht verantwortlich für den Unsinn, das Böse, die Lügen, den Sarkasmus, den Zynismus, das Belanglose, was wir von uns geben! Es ist unser Herz, unsere Schaltzentrale, die das hervorbringt, was die Zunge dann ausspricht.

 

Oft wäre es besser, wenn wir einen Augenblick innehalten, bevor wir uns zu Wort melden. Es gibt Menschen, die äußerst schlagfertig sind. Das mag oft gut ankommen. Die Frage ist aber, bei wem es gut ankommt. Auch bei Gott? Ist es hilfreich und zum Nutzen derer, die zuhören? Derer, über die wir uns auslassen?

 

Wir sollten uns gegenseitig „anreizen" zu guten Werken und zu sauberer, nüchterner, Gott gemäßer Sprache.

 

„Aus demselben Mund geht Segen und Fluch hervor. Dies, meine Brüder, sollte nicht so sein" (Jak 3,10).