02.08.2014 Persönlicher Glaube | Jesus Christus / Gott

Eine besondere Botschaft für Petrus – einen gefallenen Jünger

Auf dem Weg waren sie voller Sorge darüber, wie sie den großen Stein vor dem Grab ihres Herrn wegwälzen sollten. Ohne fremde Hilfe wäre es ein hoffnungsloses Unterfangen - niemals würden sie das alleine schaffen!

 

„Und als sie aufblickten, sehen sie, dass der Stein weggewälzt ist - er war nämlich sehr groß!" (Markus 16,4) Plötzlich ist der Stein weg. Was war passiert? In der Gruft angekommen erschrecken sie sich durch die Erscheinung eines Engels, der ihnen die unfassbare Botschaft mit auf den Weg gibt: „Er ist auferstanden, er ist nicht hier!" Sie waren zu spät gekommen, um ihren Herrn noch zum Begräbnis zu salben und jetzt auch noch diese unglaubliche Botschaft: Jesus Christus ist auferstanden - wie sollten sie mit all den Geschehnissen zu Recht kommen?

 

Kennst Du das nicht auch, was die Frauen hier erlebten als sie gemeinsam zum Grab gingen? Manche Umstände, Ängste und Sorgen beschäftigen uns so stark, dass unser Blick nur noch nach unten gerichtet ist. Der Glaubensblick nach oben geht verloren und wir kennen nur noch die „Unmöglichkeiten"! Andauernd kreisende Gedanken, Sorgen über Sorgen ... aber „als sie aufblickten, sehen sie, dass der Stein weggewälzt war!" Lasst uns, Du und ich, von diesen Frauen lernen!

 

Dann hat der Engel noch eine besondere Botschaft, die die Frauen an die anderen Jünger des Herrn Jesus weitersagen sollen: „Aber geht hin, sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er euch vorausgeht nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat." (Markus 16,7) Vor seiner Kreuzigung und vor der traurigen Verleugnung durch Petrus, hatte der Herr Jesus seinen Jüngern schon gesagt, dass er ihnen nach seiner Auferstehung nach Galiläa vorausgehen würde (Matthäus 26,32-34).

 

Welche bitteren Stunden Petrus zwischen seit der Verleugnung erlebt hat, können wir uns kaum vorstellen. Der quälende Gedanke, die Angelegenheit nie mehr mit seinem Herrn in Ordnung bringen zu können, muss schier unerträglich für ihn gewesen sein. Bittere Tränen der Reue hatte er geweint (Matthäus 26,75) - das was er durchgemacht hatte, war keinesfalls nur oberflächlich gewesen. Würde sein Herr ihn wieder annehmen? Liebte Er ihn, den gefallenen Jünger noch? War er überhaupt noch würdig genug ein Jünger zu sein?

 

Wir können uns ausmalen, welche Fragen Petrus belastet haben, auch wenn wir es so nicht in der Bibel finden - aber wie fürsorglich und weise begegnet der Herr Jesus jetzt Seinem Jünger! - „Sagt seinen Jüngern und Petrus!" - Der Herr Jesus wusste, dass Petrus eine besondere Ermutigung benötigen würde, deshalb sollten die Frauen die Botschaft noch einmal im Speziellen an Petrus überbringen! Unser Herr ist so treu! - Man hat den Eindruck, dass der Herr Petrus schon allein dadurch sagen wollte, dass Er immer noch an ihm als Seinem Jünger festhalten, ihn immer noch lieben und auch weiterhin auf ihn bauen würde!

 

Das ist auch eine ganz persönliche und ermutigende Botschaft für Dich und mich. Bei Gott ist ein Neubeginn möglich, Er hält an Dir fest auch wenn wir gefallen sind. Gott hat vielmehr mit Deinem und meinem Versagen gerechnet als wir selbst, denn er kennt uns vollständig!

 

Ich wünsche mir von Herzen, dass auch wir diese „Extra-Botschaft" unseres Herrn Jesus hören, wenn wir gesündigt haben! Er tut alles, um uns wieder herzustellen! Wir dürfen weiter seine Jünger sein und seine Liebe zu uns ist einfach bedingungslos.