27.02.2014Buchbesprechungen | Persönlicher Glaube

Verändert in Sein Ebenbild (von Jim Berg) – eine Buchbesprechung

Der Inhalt

Der Titel dieses Buches gibt das Ziel an, das Jim Berg für seine Leser vor Augen hat: Sie sollen dem Herrn Jesus immer ähnlicher werden. In diesem Buch versucht der Autor, Christen dabei zu helfen, in das Ebenbild Christi verwandelt zu werden. Dazu hat er 13 Lerneinheiten entwickelt, die jeweils fünf Tage (eine „Arbeitswoche") umfassen. Berg unterteilt diese 13 Lerneinheiten in drei Teile:

1.      dein Fleisch zügeln

2.      deine Gesinnung erneuern

3.      deinen Herrn widerspiegeln

Vorgeschaltet ist eine Einleitungslektion. Durch sie soll der Leser die Notwendigkeit einer biblischen Veränderung verstehen. Hier soll ihm zudem vermittelt werden, wie diese Veränderung überhaupt funktioniert. Berg nennt hier auch den Anlass für das Verfassen dieses Buches: Er hat seinen Kindern immer wieder Briefe geschrieben, damit sie sich wesentliche Wahrheiten für ihr Leben merken könnten. Er zeigt auch, dass Veränderungen im biblischen Sinn nicht zufällig sind, sondern zielgerichtet. Hinter jeder positiven Veränderung steht der Heilige Geist. Nur in seiner Kraft können wir geistlich wachsen. Der Verlauf dieses Wachstums wiederum entspricht nach Meinung Bergs den drei Teilen seines Buches (siehe oben).

Ihm ist wichtig, dass wir zuerst die in uns und unserem Herzen wohnende Bosheit erkennen. In einem zweiten Schritt sollen wir unseren „eigenen Weg erkennen", nämlich unsere Haltung der Rebellion gegen Gott. Dieses Bewusstsein helfe einem Christen, die richtige Stellung vor Gott einzunehmen, in Abhängigkeit und Demut. Wer diese richtige Haltung vor Gott einnimmt, wird nach Auffassung von Berg bereit sein, die Handlungen des Leibes zu töten (vgl. Röm 8,13).

Wer auf diese Weise sein Fleisch gezügelt hat, ist nach Berg dann auch in der Lage, seine Gesinnung zu erneuern. Dazu sei es nötig, die Welt in ihrem wahren Charakter zu verstehen. Nur oberflächliche Gemeinschaft mit Gott reiche nicht aus. Vielmehr sei dafür ein Verlangen nach Gott notwendig, das eine leidenschaftliche, persönliche Suche nach Ihm erfordere. In einem nächsten Schritt wirbt Berg dafür, wie Christus zu werden, indem man sich durch Gottes Herrlichkeit verändern lässt. Dafür wiederum sei es nötig, nach der Weisheit Gottes zu forschen und über diese nachzusinnen. Nur dann könne man auch in Weisheit sowie in Gehorsam und Ausharren wandeln, was einen Gläubigen zu einem erwachsenen Christen mache.

Im letzten Teil geht es Jim Berg dann darum, dass wir in unserem Leben den Herrn Jesus widerspiegeln. Gemeint ist, dass man andere Christen beeinflusst, mehr in Gemeinschaft mit Jesus Christus zu leben. Das war ja das Ziel Bergs für seine Töchter. Dazu sollen wir zunächst ein Gott liebendes Vorbild und ein vom Wort Gottes erfüllter Lehrer sein - seien wir Brüder oder Schwestern. Darüber hinaus sei es wichtig, ein dienstorientierter Aufseher und im praktischen Leben ein Mitarbeiter Gottes zu werden.

Für jede der 13 Lerneinheiten gibt es einen Wochenbibelvers, den der Leser, der Schüler, auswendig lernen soll. Darüber hinaus werden am linken bzw. rechten Rand des Buches an jedem der 85 Tage „wertvolle Gedanken" und Gebetsvorschläge notiert. Mit ihnen soll man die Lektion verarbeiten und beschließen.

Das Buch umfasst 200 Seiten, die im Allgemeinen gut lesbar sind, in den letzten Kapiteln aber etwas langatmig wirken. Dieser Eindruck mag aber auch daran liegen, dass der Rezensent nicht der Anweisung folgte, an einem Tag nur das jeweilige Tageskapitel zu lesen ... Das Buch kostet 12,90 Euro.

Positive Aspekte

Es ist immer wieder spürbar, wie ernsthaft Jim Berg das Ziel verfolgt, Christen zu einem entschiedenen Leben mit dem Herrn Jesus zu gewinnen. Mehrfach wird die buchstäbliche Inspiration des Wortes Gottes betont. Zu Beginn wird auch in klarer Weise die gute Botschaft vorgestellt, so dass sich ein unbekehrter Leser durch diese Hinweise bekehren könnte.

Berg unterstreicht auch, dass eigene Anstrengungen keine Veränderung zum Guten hervorrufen. Es ist nötig, dass der Geist Gottes an der Seele und Gesinnung eines Gläubigen wirkt, damit es zu geistlichem Wachstum kommt. Das heißt aber nicht, dass der Autor nicht zugleich deutlich macht, dass jeder Christ verantwortlich ist, selbst in seinem Leben aufzuräumen. Er kann die Verantwortung nicht auf Gott schieben, sondern muss die richtige Lebensausrichtung selbst wählen.

Der Autor arbeitet auch gut heraus, dass die erste Sünde des Menschen vor allem darin lag, in Unabhängigkeit von Gott zu handeln. Dazu ließen sich Adam und Eva verführen. Darüber hinaus weist Berg immer wieder auf das biblische Prinzip von Saat und Ernte hin: Was ein Mensch (auch ein Gläubiger) sät, das wird er auch ernten (Gal 6,7).

Vor allen Dingen stellt der Autor das wichtige Thema „Jüngerschaft" in den Mittelpunkt der Belehrung. Leider sind entschiedene Nachfolge und Gehorsam heute vielfach zu einer Fremdsprache für Gläubige geworden. Daher kann man nur dafür danken, dass die Wichtigkeit von Jüngerschaft noch einmal betont wird.

Negative Aspekte

Allerdings stehen diesen hilfreichen Aspekten eine Reihe von unbiblischen Grundsätzen gegenüber. Da sie nicht nur einzelne Punkte betreffen, fallen sie besonders ins Gewicht.

  • Schulprogramm: Dieses Buch ist wie ein Schulprogramm aufgebaut. Aber so leitet der Geist Gottes einen Gläubigen nicht. Zwar lernen wir in der Schule Gottes immer wieder Neues. Aber seine Schule ist nicht wie eine Bibelschule, in der man nach dem Absolvieren von a), b) und c) ein erfolgreicher Christ ist. „Wachst aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus" (2. Pet 3,18).
    Es ist attraktiv für das Fleisch, sich drei Punkte anzueignen und dann zu glauben, man sei ein besserer, hingebungsvollerer Christ geworden. Die Schule Gottes führt aber durch geistliche Erfahrungen mit dem Herrn, nicht durch ein Schulprogramm, das sehr leicht in eine gesetzliche Haltung mündet. Die Berufung und Führung von Gottesmännern wie Mose, Joseph, Paulus und Petrus zeigen sehr deutlich, wie Gottes Schule aussieht.
  • Zielgruppe: Ein grundsätzliches Problem dieses Buches besteht darin, dass keine saubere Definition der Zielgruppe vorliegt. Eigentlich wendet sich Jim Berg an Gläubige. Viele Hinweise, die er gibt, treffen aber nur auf Ungläubige zu. Beispielsweise ist der ganze erste große Teil davon durchdrungen, dass wir lernen sollen, wie böse unser Herz ist. Das trifft aber auf einen Erlösten so überhaupt nicht zu. Der hat durch die neue Geburt ein erneuertes Herz (vgl. Röm 5,5; Gal 4,6; Eph 3,17; Apg 15,9). Zwar trägt auch er noch das Fleisch in sich. Aber dieses ist im Normalfall nicht mehr das Kennzeichen seines Lebens, wenn er sich nicht noch geistlicherweise „in Römer 7" befindet. Es ist zwar faszinierend, von einem solch „bösen" Zustand aus dann einen großen geistlichen Sprung zu bewirken. Und je böser man sich am Anfang sieht, desto beeindruckender ist die darauf aufbauende Entwicklung. Aber Bergs Grundgedanke führt dazu, dass sich ein Gläubiger von einem bösen Herzen trennen muss, das Gott längst gerichtet und gereinigt hat. Es besteht in Gottes Augen nicht mehr. Daher führen die Belehrungen des Buches zu einer falschen Sichtweise des erneuerten Menschen, des Gläubigen und damit zu falschen praktischen Schlussfolgerungen.
  • Jüngerschaft: Dies ist ein sehr wichtiges Thema für einen Gläubigen. Dazu aber ist es wichtig, Jüngerschaft richtig zu verstehen. Jim Berg schreibt: „Biblische Jüngerschaft ist nicht in erster Linie ein Programm. Es handelt sich um eine bestimmte Art der Beziehung zwischen zwei Gläubigen mit einer ganz bestimmten Absicht. Jüngerschaft bedeutet, einem anderen Gläubigen dabei zu helfen, biblische Veränderungen vorzunehmen, um Jesus Christus ähnlicher zu werden." Ist das wirklich biblische Jüngerschaft? Ein Jünger hat es mit einem Meister zu tun. Das ist unser Herr Jesus Christus. Als Jünger sind wir seine Schüler, die von Ihm lernen. Und wir sind seine Nachfolger, die Ihn betrachten und dann so leben und handeln, wie Er es als Mensch vorgelebt hat (vgl. 1. Pet 2,21ff.). Es geht also nicht um eine Beziehung zwischen Gläubigen, sondern um eine Beziehung des Gläubigen zum Herrn Jesus.
  • Gesetzlichkeit: In der Konsequenz führt das oft zu einer gesetzlichen Vorgehensweise. Einerseits betont Berg verschiedentlich die Gnade Gottes. Andererseits aber muss der (gläubige) Mensch bestimmte Dinge tun, dann ist er geistlich(er). Und wenn er sie getan hat, dann wird alles besser. Genau das aber ist Gesetzlichkeit, die nicht zum Herrn, sondern zum eigenen ich führt.
  • Ständiger innerer Kampf: In diesem Kontext betont der Autor, dass der Christ in einem lebenslangen Kampf mit sich selbst steht. Es ist wahr, dass nach Galater 5 ein Gegensatz zwischen Geist und Fleisch vorhanden ist. Aber es ist ein irreführender Gedanke, dass das Glaubensleben dadurch zu einem ständigen innerer Kampf wird.
    Die biblische Lehre: Ein Erlöster, der die Befreiung von Römer 8 erlebt hat, ist glücklich und muss nicht mehr ständig mit sich und seinem Fleisch kämpfen. Er ist zur Ruhe gekommen (vgl. Mt 11,28.29). Er ist sich bewusst, dass dieses Fleisch am Kreuz gerichtet wurde (vgl. Röm 6,5), so dass er keine Beziehung mehr zur Sünde hat. Denn in Christus besitzt er eine vollkommene Stellung. Er hat das Bewusstsein der Sündenvergebung, der Rechtfertigung, des Besitzes des ewigen Lebens, der Innewohnung des Heiligen Geistes, der untrennbaren Verbindung mit dem verherrlichten Christus (vgl. Eph 1; Röm 5-7; 1. Joh 5;). Zwar bleibt ihm das sündige Fleisch bis zur Entrückung (bzw. dem Heimgang) erhalten. Das aber hat mit einem ständigen inneren Kampf nichts zu tun. Diesen wichtigen Grundsatz übersieht Jim Berg leider.
  • Bußhaltung: Der Autor ruft an einigen Stellen des Buches zur Buße auf. Tatsächlich kann ein Christ in eine Lebenssituation kommen, wo er sich auf einem falschen Weg befindet, der weg vom Herrn Jesus führt. Dann ist wirklich Buße und Umkehr nötig. Es ist aber ein irreführender Gedanke, dass das ganze Leben eines Gläubigen aus Buße besteht. Normalerweise befindet sich ein Erlöster auf dem richtigen Weg. Leider straucheln wir oft - aber nicht bei jeder Sünde müssen wir Buße tun, unsere Lebensrichtung ändern. Wir müssen dann die Sünde bekennen und lassen. Wir sollten durch Selbstgericht geprägt sein. Aber der Gedanke, das Leben sei eine ständige Bußübung, führt letztlich nur dazu, immer wieder in das eigene Leben hineinzuschauen. Das macht nicht glücklich, sondern zieht nach unten.[1]
  • Fortschrittsprüfung: Immer wieder ruft Jim Berg dazu auf, den eigenen Fortschritt prüfend zu begutachten. „Wie schneide ich ab? Bin ich immer noch im geistlichen Kindergarten?" Berg entwickelt sogar ein eigenes Entwicklungsmodell für die Bewertung des eigenen Lebens und der Jüngerschaftsarbeit mit anderen. Zu der geforderten Beurteilung gehört nach Ansicht des Autors auch, dass man das (vergangene) Böse immer wieder nennt, das einen eine Zeitlang geprägt hat. Dabei will Gott uns mit Christus und nicht mit uns selbst beschäftigen.
    Darüber hinaus soll man nach Ansicht von Berg auch aufzählen, welche Tätigkeiten man ausführt im Dienst für den Herrn. Eine solche Beschäftigung aber führt entweder zu Hochmut oder zu Resignation. Finden wir eine Aufforderung zu solch einer Auflistung und Selbstbeurteilung in Gottes Wort? Stellt uns Gott nicht vielmehr vor, uns mit Christus zu beschäftigen statt mit uns selbst?
  • Altes Testament: Es verwundert nach diesen Punkten auch nicht, dass der Autor immer wieder alttestamentliche Stellen 1 zu 1 in unsere Zeit überträgt. Natürlich hat das Alte Testament seinen Wert nicht verloren! Aber es wurde für ein Volk geschrieben, das unter Gesetz lebte. Daher kann man diese Gebote nicht ohne weiteres in unsere heutige Zeit als Gebote und Anweisungen übertragen. Der Schreiber des Hebräerbriefes macht den Briefempfängern genau das am Anfang von Kapitel 6 sehr deutlich.
  • Gesetzliche Gebete: Leider führt diese Vorgehensweise Bergs dazu, dass seine für jeden Tag vorgeschlagenen Gebete gesetzlichen Charakter tragen. Zudem sind sie sehr oft auf das Negative ausgerichtet, das man in sich erkennen, suchen und ergründen soll. Natürlich ist es wichtig, dass wir Selbstgericht üben. Aber es ist viel besser, auf den Herrn Jesus zu sehen, als ständig in sich selbst hineinzuschauen. Nur der Blick auf den Herrn Jesus - auf den Verherrlichten zur Rechten Gottes und auf den damals auf der Erde lebenden, vollkommenen Menschen - gibt uns wahre Nahrung und Kraft.
  • Beschäftigung mit der Welt: Jim Berg empfiehlt mehrfach, sich mit der Bosheit der Welt zu beschäftigen, um sich dann umso erschrockener von ihr abzuwenden. In der Tat schildert uns Gottes Wort den Charakter der menschlichen Gesellschaft, die unter der Herrschaft Satans steht. Er zeigt, wie furchtbar ihre moralischer und geistlicher Zustand ist. Um das zu erkennen, muss ich aber nicht immer wieder in die Bosheit dieser Welt hineinschauen. Denn es besteht vielmehr die Gefahr, dass die Beschäftigung mit der Welt dazu führt, dass ich mich in ihr verliere. Für mein Fleisch ist sie hochattraktiv. Es reicht, aus Gottes Wort zu erkennen, wie böse die Welt ist. Der Blick auf das Kreuz von Golgatha zeigt, welchen Charakter diese Welt trägt: Sie hat unseren Retter beseitigt. Das würde sie heute wieder tun, wenn Er auf diese Erde als demütiger Mensch käme. Dieses Bewusstsein führt bei einem Gläubigen zur Absonderung von ihr und zu Hinwendung zu Gott.
  • Belehrung: Beispiele können einen Aspekt der christlichen Wahrheit sehr hilfreich illustrieren. Aber jede Belehrung muss von Gottes Wort ausgehen. Leider gibt es einige Beispiele in diesem Buch, wo die Belehrung durch ein (erfundenes) Beispiel erfolgt, anstatt vom Wort Gottes auszugehen. Dadurch stehen einzelne Unterweisungen auf wackligen Füßen.
  • Zielsetzung: Jim Berg hat die Inhalte dieses Buches für seine Töchter geschrieben, die damals noch bei ihm zu Hause wohnten. Er tat dies im Bewusstsein, „dass Gott schon dabei war, sie in Lebenspositionen zu stellen, in denen sie wissen mussten, wie sie andere Menschen geistlich anleiten sollten". Immer wieder weist der Autor darauf hin, dass man seine Lektionen lernen soll, um andere zu beeinflussen. Tatsächlich wirken wir auf unsere Mitgläubigen durch unser Leben ein - zum Guten oder zum Schlechten. Aber es wäre eine falsche Haltung und geradezu überheblich, mit diesem Ziel die eigenen Kinder zu belehren bzw. geistliche Lektionen erlernen zu wollen. Für einen Vater ist es zudem äußerst gefährlich, die eigenen Kinder (und dann noch in der Öffentlichkeit) nach vorne zu schieben und zu empfehlen. Gott belehrt uns in der Stille. Es kann sein, dass Er den einen oder anderen später zur Belehrung anderer benutzen möchte. Das aber überlassen wir Ihm. Wenn wir die Dinge selbst in die Hand nehmen wollen, ist geistlicher Hochmut nicht mehr fern.
  • Christus: Die „Schüler" dieses Buches werden einmal gefragt: „Welche Eigenschaft Jesu Christi gefiel dem Vater am meisten?" Diese Frage ist  unangebracht. Der Vater hatte an allem, was sein Sohn tat und war, vollkommene Freude. Jede Abstufung, die wir vorzunehmen suchen, ist letztlich unehrerbietig.
  • Satan in uns: Jim Berg schreibt nach Belehrungen über die Listen des Teufels: „Ein Verräter wohnt in uns! Ihm ist nicht zu trauen ... Und bis wir im Himmel sind, kann er nicht aus dem Weg geschafft werden. Bis dahin müssen wir seine Gegenwart erkennen, seine Taktiken studieren und durchschauen, seine Angriffe aufdecken und ihnen widerstehen und seine Siege über uns Gott als Sünde bekennen." Anscheinend vermischt der Autor Satan (außerhalb von uns) und das Fleisch (innerhalb von uns). Satan ist ein gefährlicher Feind - aber er wohnt nicht im Gläubigen. Diese Aussage, dass der Feind und Verräter „in uns" wohnen könnte, ist für empfindsame Gläubige Gift. Sie können dadurch sehr beunruhigt werden. Es wäre furchtbar, wenn Satan in uns wohnen könnte. Aber Gott lässt das für seine Erlösten nicht zu. Es ist wahr, dass wir unserem Fleisch gegenüber die richtige Haltung einnehmen müssen: Es ist am Kreuz gerichtet worden. So sollen auch wir es sehen. Aber wir brauchen keine Angst zu haben, dass Satan in uns Angriffe starten und von innen taktisch angreifen könnte. Denn in uns wohnt derjenige, der größer ist als der Feind, der in der Welt ist (vgl. 1. Joh 4,4).

 

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