09.03.2014 Matthäus | Persönlicher Glaube

Der Sonntag

Wer als Christ den Sabbat halten will, sollte sich bewusst sein, dass er von Gott im Zuge seines 7-Tage-Werkes der Wohnbarmachung der Erde für den Menschen und später als Gesetz seinem irdischen Volk als Teil des Gesetzes gegeben wurde. Die Schöpfung liegt unter dem Fluch der Sünde, und da das Volk Israel das Gesetz gebrochen hat, steht auch dieses Volk unter dem Fluch Gottes. Wer also diesen Tag hält, stellt sich unter einen dieser beiden Flüche.

Was ist nun mit dem Sonntag, dem ersten Tag der Woche, dem Tag des Herrn (vgl. Off 1,10)? Wir wissen, dass es der Auferstehungstag unseres Retters ist (vgl. Joh 20,1; Mk 16,2). Ist das unser Sabbat, den wir wie Israel den Sabbat halten sollen? Die Antwort auf diese Frage lautet eindeutig: Nein! Wir sind von der Sklaverei des Gesetzes durch das Werk des Herrn nicht freigemacht worden, um ein neues Gesetz zu erhalten. Der Sonntag ist der dem Herrn gehörende Tag, an dem wir ganz besonders an Ihn denken. Zwar dürfen wir das an jedem Tag tun, aber Gottes Wort nennt unseren Sonntag Tag des Herrn und gibt ihm damit durchaus eine Sonderstellung.

Dass der Gläubige versucht, wenn er die Möglichkeit hat, an diesem Tag dort zu sein, wo der Herr nach Matthäus 18,20 in der Mitte der Seinen ist, braucht nicht betont zu werden.

Jemand hat die Beziehung von Sabbat und Sonntag einmal so ausgedrückt: „Israel wurde befohlen, den Sabbat zu halten. Die Versammlung hat das Vorrecht, den ersten Tag der Woche zu genießen. Der Sabbat war der Test für den moralischen Zustand in Israel. Der Sonntag ist der wichtige Beweis der ewigen Annahme der Versammlung. Der Sabbat offenbarte, was Israel für Gott tun sollte. Der Tag des Herrn zeigt vollkommen, was Gott für uns getan hat."