30.04.2014 Ehe & Familie

Familienstatistik

Die Statistik

Die aktuelle „Vorwerk Familienstudie 2013" bringt wieder eine Reihe von interessanten Ergebnissen. Über 60% der verheirateten Personen (oder in Partnerschaft lebenden Menschen) finden es nicht gut oder sind strikt dagegen, dass ein Ehepaar den Nachnamen der Frau annimmt. Fast 80% finden nicht gut oder sind ganz dagegen, dass die Frau für das Haushaltseinkommen zuständig ist, während der Mann die Hausarbeit verrichtet. Bemerkenswert ist auch, dass die Zustimmung in den letzten Jahren um 6% bzw. 7% sowohl bei Frauen als auch bei Männern zurückgegangen ist, dass der Mann seine beruflichen Ziele zurücknimmt, um der Frau eine bessere Karriere zu ermöglichen.

Nicht überraschend ist, dass 65% der Eltern mit Kindern unter 16 Jahren das Gefühl haben, nicht allen Anforderungen gerecht zu werden. Die Mütter haben den Eindruck, sich nicht genug um die eigenen Bedürfnisse kümmern zu können. Die Männer dagegen glauben, dass vor allem die eigene Frau bzw. die Kinder zu kurz kommen.

Eine auch nicht ungewöhnliche Erkenntnis ist, dass rund jedes dritte Paar sich im Auto schon gestritten hat, auch über die Kommentare des/der anderen. 42% sagen, dass unterschiedliche Auffassungen von Ordnung und Sauberkeit zu Streit geführt haben. Um die 50% hatten zudem Streit wegen der Eltern bzw. Schwiegereltern. Diese Konflikte nehmen im Übrigen mit Dauer der Ehezeit zu. Um die 40% haben sich auch wegen unterschiedlicher Vorstellungen bei der Kindererziehung gezankt.

Schön ist schließlich zu sehen, dass immerhin 62% der Frauen den Eindruck haben, dass ihre Leistungen (im Haus und bei der Hausarbeit) ausreichend anerkannt werden. Als Dankeschön reicht Frauen zumeist, dass ihr Partner öfter mal „Danke" sagt. Auch eine Einladung zum Essen und Blumen kommen gut an.

Die Auswertung

Das sind zunächst einmal statistische Ergebnisse. Was lernen wir daraus? Wir sehen, dass Modetrends in den Medien oftmals viel stärker betont werden, als sie von der Realität gedeckt sind. In der Politik und in den Medien scheint es oftmals nur ein Thema zu geben: Gleichberechtigung oder sogar Vorrangstellung der Frau. Aber diese markigen Worte von Feministinnen wie Alice Schwarzer haben mit der Empfindungsrealität von Frauen nicht viel zu tun. Ihnen ist nämlich eine funktionierende Ehe (Partnerschaft) viel wichtiger, als irgendwelchen gesellschaftlichen Idealen hinterherzurennen. So dürfen auch Christen (und „Christinnen") zu ihren Werten stehen - so weit im „Abseits" befinden sie sich damit nämlich gar nicht.

Wir alle, die wir Eltern sind, sehen unser Versagen in der Erziehung. Wir stellen fest, dass wir zu wenig Zeit für die Familie investieren. Oder Du nicht? Es tröstet uns nicht, dass wir damit nicht allein stehen. Aber es wird wohl niemand geben, der von sich überzeugt sagen könnte, dass er sich in vollständig ausreichender Zeit um die Familie kümmert. Das ist allein schon eine Frage schlechten Gewissens ... Aber wir dürfen uns mit dem Status Quo nie zufriedengeben. In Epheser 6,4 werden wir Väter aufgefordert, die Kinder „in der Zucht und Ermahnung des Herrn aufzuziehen". Dazu gehört, dass wir uns Zeit für sie nehmen und eine Atmosphäre schaffen, in der sich unsere Kinder wohlfühlen. Zugleich werden wir ermahnt: „Liebt eure Frauen" (Eph 5,25) - dass dazu Zeit gehört, muss wohl nicht weiter betont werden. Und beides gilt sicher in einem allgemeinen Sinn genauso für die Frauen.

Wie gehen wir eigentlich als Ehepaare im Auto miteinander um? Natürlich sollten wir vorschriftsmäßig fahren - aber kritisieren wir einander leicht, was den Fahrstil betrifft? Können wir nicht mehr Geduld füreinander aufbringen? „Die Liebe ist langmütig" (1. Kor 13,4).

Ob wir Männer (und die - jugendlichen - Kinder) nicht nur dankbar sind für das, was ihre Ehefrauen (Eltern) für sie alles tun? Dank sollte auch ausgesprochen werden, und mehr als das ...