12.01.2014 Matthäus | Jesus Christus / Gott

Kapernaum

Bild: Kapernaum (mit freundlicher Genehmigung von http://www.bibleplaces.com/capernaum.htm)

Kapernaum war der zu Lebzeiten des Herrn vielleicht begnadetste Ort, den es überhaupt in Israel gab. In Matthäus 9,1 hat Jesus davon gesprochen, dass es seine eigene Stadt ist. Hier hatte Er am Anfang seines Dienstes für längere Zeit gewohnt. Dadurch war diese Stadt „bis zum Himmel erhöht worden", denn der Himmel war in der Person des Emmanuel zu ihr gekommen. Was haben sie aus diesem Vorrecht gemacht?

Das Urteil des Herrn spricht eine klare Sprache! „Bis zum Hades wirst du hinabgestoßen werden." Sie haben die Wunder als selbstverständlich angenommen, denjenigen jedoch, der diese Wunder gewirkt hat, verworfen und ausgestoßen. Ihn wollten sie nicht. Der Inbegriff von Unmoral - Sodom - hätte von seiner Unmoral gelassen, wenn der Herr solche Wunderwerke in der heidnischen Stadt gewirkt hätte.

Wie schrecklich musste der moralische Zustand in Israel sein. Wenn die Juden schlimmer waren als die Menschen von Sodom, dann befand sich das Volk Gottes in einer gottlosen, ja ungöttlichen Verfassung. Zwar hatten sie den äußeren Namen, zu Gott zu gehören. Aber in ihrem Inneren waren sie - so viel sie auch von sich hielten - vollkommen verdorben. Was muss der Herr da innerlich empfunden haben, als Er auf diesen Zustand schaute!

Wie erinnert uns das noch einmal an die hohe Verantwortung der Christen in dieser Welt. Das Gericht über das sogenannte christliche Europa wird schrecklich sein - davon spricht die Offenbarung immer wieder, wenn es um das Römische Reich und um den dritten Teil der Erde geht. Heute noch kann man diesem Gericht entrinnen, wenn man Jesus Christus als Retter annimmt.