15.12.2013Matthäus | Jesus Christus / Gott

Die Weisheit ist gerechtfertigt

Trotz der großen, ablehnenden Masse gab es auch zu Lebzeiten des Herrn noch solche, die bereit waren, Ihn anzunehmen. Der Herr Jesus nennt sie hier gewissermaßen Kinder der Weisheit, die dadurch Weisheit offenbarten, dass sie denjenigen, der die Weisheit in Vollkommenheit war, annahmen. Zuvor hatte Jesus von Kindern gesprochen, die auf dem Marktplatz eigenwillig gehandelt hatten. Das waren die Pharisäer und Schriftgelehrten. Dieses Geschlecht hatte in purem Eigenwillen gegen Christus und die Seinen gehandelt.

Diese Übriggebliebenen dagegen, auf die der Herr hier anspielt und die Er motivieren möchte, an Ihn zu glauben, hatten die Weisheit in Christus erkannt (vgl. 1. Kor 1,24) und waren Ihm gefolgt. Sie folgten wahrer Weisheit. Das waren die Zöllner und Sünder, die soeben noch von den Pharisäern geringschätzig behandelt worden waren. Durch ihr Verhalten rechtfertigten sie die Weisheit und gaben ihr, das heißt gaben der personifizierten Weisheit - dem Herrn Jesus Recht.

An dieser Stelle können wir im Übrigen erkennen, mit was für einer Liebe der Herr Jesus von seinem Knecht Johannes spricht. Soeben noch hatte dieser eine Glaubensschwäche gezeigt und gezweifelt, ob Jesus wirklich der Messias wäre (Mt 11,3). Und doch erhebt der Herr ihn zu sich und verbindet das Zeugnis von Johannes mit dem Seinen, verbindet diesen Gottesmann mit sich selbst, dem wahren Sohn des Menschen. So lieblich ist die Art des Herrn, mit denen umzugehen, die sich Ihm zur Verfügung gestellt haben.