19.11.2013 Persönlicher Glaube

Praktische Hinweise für den Umgang mit neuen Medien (FMN)

Bereits an anderer Stelle in diesem Heft haben wir den wichtigen Vers in Philipper 4,8 zitiert: „Im Übrigen, Brüder, alles, was wahr, alles, was würdig, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was lieblich ist, alles, was wohllautet, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, dies erwägt." Wenn diese Hinweise auch unseren Umgang mit neuen Medien und technischen Angeboten prägen, ist viel gewonnen.

Dazu geben wir ein paar Ratschläge, die auf einer ganz praktischen Ebene liegen:

  1. Je länger du vor deinem Rechner sitzt, umso gefährlicher ist es. Daher setze dir feste Zeiten und Zeiträume, in denen du das Internet nutzt. Man kann auch in den Einstellungen (zum Beispiel bei der Fritz-Box) ein Zeitbudget festlegen, das man nicht überschreiten kann.
  2. Wer allein und abgeschottet (uneinsehbar für andere) vor seinem Internetanschluss sitzt, ist gefährdet, sich zu „verklicken" oder Seiten anzuklicken, die moralisch verwerflich sind. Daher sieh darauf, dass andere dich sehen können, wenn du im Internet surfst. Wenn du Probleme mit falschen Seiten hast, dann stelle deinen Rechner in einen allgemein zugänglichen Raum (Flur, Wohnzimmer). Das senkt die Gefahren.
  3. Je später es am Tag ist (um nicht zu sagen, je früher ...), desto mehr schwinden unsere Abwehrkräfte, „nein" zu sagen. Auch hier kannst du technisch einstellen, dass der Internetzugang um - sagen wir - 22 Uhr dichtgemacht wird. Gerade dann, wenn du merkst, dass du anfällig bist für Bilder und falsche Seiten, dann geh diesen Weg, dich bewusst zu schützen.
  4. In einem anderen Artikel dieses Heftes wird Schutzsoftware erklärt und empfohlen. Nutz diese Angebote. Gerade als Jüngerer (aber das trifft nicht nur auf Jüngere zu) ist man besonders gefährdet, den vielfältigen bösen Angeboten zu erliegen.
  5. Such dir einen guten Freund, mit dem du über deine Probleme offen reden kannst. Am besten ist es, wenn man sich gegenseitig helfen kann. Habe keine Angst, dass du der einzige bist, der Probleme mit bösen Begierden und mit dem Internet hat. Das geht heute den meisten jungen Leuten so. Wenn du jemand hast, dem du vertraust, dann könnt ihr zusammen beten über eure Probleme und euch auch regelmäßig gegenseitig ansprechen, ob es irgendwo ein Problem gibt. Ein gesetzliches Versprechen, im Fall des Falles etwas zu bekennen, ist nicht hilfreich. Und dennoch gibt es einen Herzensentschluss, den man dem Freund auch mitteilen kann, dass man dann, wenn etwas vorgefallen ist, diesen ins Vertrauen zieht.
  6. Oft ist es hilfreich, auch einen vertrauensvollen Austausch mit einem etwas älteren Gläubigen zu pflegen. So jemand - ein eben nicht mehr jugendlicher Bruder bzw. eine solche Schwester - kann dir aus einer Perspektive von mehr Lebenserfahrung Ratschläge geben. Und für dich beten - unterschätze den Wert dieser Gebete nicht. Dazu ist es natürlich notwendig, dass du ihm/ihr vertrauen kannst, dass sie wirklich schweigen können. Jemand außerhalb der Familie zu nehmen ist kein Misstrauensbeweis gegenüber deinen Eltern; auch wir, die wir schon älter und Eltern sind, haben über solche Themen oft nicht mit unseren Eltern geredet.
  7. Überprüfe deine Kontakte in den sozialen Netzwerken und deine Art, mit anderen über mobile Geräte (Smartphone) zu kommunizieren. Heute wird unser gesamter Sprachstil zunehmend lockerer - auch dem anderen Geschlecht gegenüber. Das ist nicht gut. Reduziere die Menge deiner Mails (Postings, SMS, usw.), so dass Zeit für die Frage bleibt: Ist das, was ich tue und schreibe, würdig, gerecht, rein, lieblich, lautet es wohl, ist es lobenswert? Ist es christlich und für einen Christen angemessen? Wie schnell hat man eine SMS usw. geschrieben, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachgedacht zu haben, ob das der Wille des Herrn ist, ob diese Aktion jetzt „ansteht". Nicht alles, was wir schreiben, hat mit der Bibel zu tun - das muss es auch nicht. Aber es muss so sein, dass es zu einem Leben mit der Bibel passt und nicht sinn-los, un-sinnig oder gar blöd-sinnig ist.
  8. Du kannst heute viele Spielfilme im Netz finden und herunterladen. Frage dich vorher, ob du einen solchen Film anschauen kannst, ohne dass böse Begierden in dir geweckt werden und Böses (wie zum Beispiel Gewalt, falsche Familienbeziehungen, Religionen, usw.) verherrlicht wird. Man kann auch viel Musik herunterladen: Nutzt du hier eine Gesetzeslücke aus, ist das im Widerspruch zum Gesetz. Handelt es sich um Musik, die eines Christen unwürdig ist?
  9. Wenn du in Sünde gefallen bist, lass diese Sünde nicht lange „stehen", sondern bekenne sie deinem Herrn. Und auch wenn es wieder und wieder passiert - bekenne sie! Er vergibt immer wieder! Mach dir Warnschilder an deinen Rechner (Bildschirm): zum Beispiel einen Bibelvers, oder ein leuchtendes Stopp-Schild. Nimm dir in deinem Herzen vor, dich nicht zu verunreinigen (Dan 1,8) - und das heißt auch, dass du in der konkreten Gefahrensituation diesen Herzensentschluss verwirklichst - es ist eine Willensentscheidung.

Wir wünschen dir viel Mut, Kraft und Entschiedenheit im Umgang mit neuen Medien.

Die Redaktion

Folge mir nach - Heft 11/2013