28.04.2014Ehe & Familie | Persönlicher Glaube

Pille danach

Es ist schon schlimm genug, dass viele Menschen heute nicht nach Gott fragen. Eine Folge davon ist, dass sie auch nicht an Gottes Gedanken interessiert sind. Sie tun und lassen, was sie selbst für richtig halten. Ob sie in einer Ehe leben oder nicht - eher nicht, weil man sich sonst ja binden müsste - sie haben intimen Kontakt untereinander. Gott nennt das Hurerei (vgl. 1. Kor 5,1).

Nun ist es zwar heute erwünscht und auch angemahnt „zu verhüten". Aber manche lieben den Nervenkitzel oder wollen es aus anderen Gründen „ohne" treiben. Dann kann schon einmal etwas „passieren". Gott nennt das, dass Leben entsteht durch eine befruchtete Eizelle. Früher musste man „abtreiben". Gott nennt das: Mord.

Heute muss man das nicht einmal „abtreiben" nennen. Es gibt ja die „Pille danach". Bis dato musste man dazu zum Arzt gehen und sich möglicherweise eine Gewissenspredigt anhören - oder auch nicht. Viele aber empfanden das als einen Angang. Vielleicht auch schlicht als „peinlich", weil sie ja nicht aufgepasst haben. Traurig, solche Gedankenspiele ... Hätten sie auf Gott gehört, für den das geschlechtliche Miteinander in die Ehe gehört (vgl. 1. Kor 7,9), wären sie auf einer besseren Seite.

Aber jetzt ist es nicht einmal mehr nötig, zum Arzt zu marschieren. Es gibt die Möglichkeit, die „Pille danach" auch online zu beauftragen. Das geht natürlich nicht in Deutschland, also muss man ins Ausland, wo das möglich ist - das Rezept wird direkt an die Apotheke der Wahl geliefert.

Es bekommt niemand mit, was mir passiert ist. Niemand? Doch, es gibt einen, der alles sieht. Gott. Weil wir so wenig vor Gott und so viel vor Menschen leben, können auch wir Christen hier abstumpfen. Und so können wir vermeiden, dass das überhaupt noch jemand mitbekommt. Sogar unter Christen kann man jetzt verheimlichen, was man wirklich an Sünde getan hat.

Aber: „Gott lässt sich nicht spotten! Denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten" (Gal 6,7). Das sollte jeder wissen, der mit dem Leben eines anderen spielt und sich das Recht anmaßt, darüber zu entscheiden. Auch David wollte sein Werk verschleiern. Als das nicht klappte, hat er den Vater umgebracht - einfach so. Gott lässt sich nicht spotten. Damals nicht. Heute noch immer nicht.

Lass Dich bitte warnen. Es ist besser, die Sünde zuzugeben, Gott zu bekennen, auch Menschen, und von da an ein Leben mit Gott zu führen, als nach der ersten Sünde noch eine viel schlimmere draufzusetzen: Mord.

Gott vergibt jede Sünde. Aber mit dem, was wir getan haben, müssen wir ein Leben lang weiterleben. Glaube nicht, Du könntest das einfach abschütteln. Es wird Dich in Deinen Gedanken, in Deinen Träumen, am Tag und in der Nacht verfolgen. Wende Dich lieber an jemand, der Dir hilft - es gibt Hilfe! Auch dafür ist unser Herr gestorben.