19.02.2014 Persönlicher Glaube

Bärendienst von bekannten „Christen“

Vor einiger Zeit hat die Bundesministerin Ursula von der Leyen öffentlichkeitswirksam gesagt, Kinder würden in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nicht anders als mit Vater und Mutter aufwachsen. Sie gilt durch Herkunft und Familie (sieben Kinder) als Vorzeige-Frau und Vorzeige-Christin, weil sie sich lange Jahre auch in der evangelischen Kirche engagiert hat. Wie aber kann man mit einem solchen Hintergrund sagen, dass das biblische Familienbild von Vater, Mutter und Kindern nicht besser sei als eine Zusammenstellung von zwei Männern und Kindern oder zwei Frauen und Kindern?

Römer 1 zeigt deutlich, dass das Ausleben von Homosexualität nicht nur eine moralische Verfehlung ist, sondern zugleich ein Gericht Gottes über uns Menschen. An vielen Stellen lesen wir, dass Gott Hurerei brandmarkt. Diese Unzucht liegt in Gottes Augen nicht nur vor, wenn Menschen einen außerehelichen Verkehr miteinander pflegen, sondern auch, wenn Mann und Mann oder Frau und Frau zusammenleben. Es mag für eine Politikern unmöglich sein, diesen biblischen Standpunkt in der heutigen Gesellschaft zu vertreten. Aber es ist Gottes Wort und es sind Gottes Gedanken. Wer Sünde gut nennt und das Gute (Reinheit, Ehe) böse, von dem sagt Gott: „Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse; die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis; die Bitteres zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem!" (Jes 5,20). Nun vertritt eine christliche Vertreterin mit hohem Bekanntheitsgrad das Böse als etwas Gutes. Wie soll dann unsere Gesellschaft überhaupt noch klar sehen können, wenn nicht einmal die Christen Wahrheit auch Wahrheit nennen?

So ist es kein Wunder, dass das 127-seitige CDU/CSU-Regierungsprogramm zwar den Schutz der Bienen vorsieht, nicht aber ungeborene Kinder vor dem Eingriff der Eltern schützt. Was kann man da noch zu dem C sagen? Mit christlich hat das nichts mehr zu tun. Wie wichtig, dass wir als Christen Farbe bekennen und ein authentisches Christenleben führen. Das ist es, was der Herr in der Bergpredigt Salz der Erde und Licht der Welt nennt. Eine wahrhaft wesentliche Funktion von Christen.