04.10.2013 Persönlicher Glaube

Auf das Ende sehen

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat durch eine Umfrage untersucht, wie die heute 30- bis 59-Jährigen leben. Die mittlere Generation glaubt nicht, dass man seine Finanzen über Jahrzehnte planen kann und lebt eher im Hier und Jetzt. Was die Studie insgesamt vor Augen führt: Menschen dieser Generation haben einen eher kurzfristigen Planungshorizont. Anscheinend liegt das zum großen Teil an den aktuellen Rahmenbedingungen, die durch Krisen etc. sehr instabil sind.

Es könnte sein, dass dieser Tatbestand auch auf Christen zutrifft. Denn wir leben ja alle im selben „Jetzt und Heute". Natürlich ist es bei uns so, dass wir wissen, dass wir im Himmel sein werden, wenn wir uns bekehrt und den Herrn Jesus als Retter angenommen haben. Aber was ist mit unserem praktischen Leben?

Ich hörte jetzt, dass ein Gläubiger ein christliches Zusammenkommen aufgegeben und sich einer christlichen Gemeinde angeschlossen hat, weil er den Sonntagnachmittag für die Familie braucht, da er sonst vollständig im Arbeitsleben aufgeht. Ist das nicht kurzsichtig gedacht? Heute mag das ein Stück Erleichterung mit sich bringen. Aber was ist auf lange Sicht - was sagt unser Herr dazu?

Natürlich übergeht Er nicht Probleme und Schwierigkeiten im Lauf des Lebens eines Christen. Er spielt sie nie herunter. Und Er nimmt sich unser an in solchen Umständen. Aber Er leitet uns an, das Leben „von hinten" aus zu betrachten: „Euch aber mache der Herr völlig und überströmend in der Liebe ..., um eure Herzen zu befestigen, dass ihr untadelig seid in Heiligkeit, vor unserem Gott und Vater, bei der Ankunft unseres Herrn Jesus mit allen seinen Heiligen" (1. Thes 3,12.13). Wir sollen - ausgehend von der Offenbarung des Herrn Jesus, also seiner künftigen Erscheinung in Herrlichkeit auf der Erde - unser Leben beurteilen. Wir sollen nicht einfach drauflos leben, sondern unser Leben angesichts der Herrlichkeit des Herrn, zu der wir durch treues Leben beitragen können, führen. Dann ist eben nicht nur das hier und jetzt von Bedeutung, sondern die Zukunft. Das, was dauerhaft Bestand haben kann vor Gott, hat auch heute wert. Darum geht es ...