04.09.2013Persönlicher Glaube

Machen Christen Medienpolitik?

Die Streichung stoße auf „allergrößtes Unverständnis", schreibt der VEF-Präsident und Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting (Witten), in einem Brief an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen). Mit mehr als 800.000 Angehörigen seien die Freikirchen und die orthodoxen Kirchen in Baden-Württemberg „in fast jeder Kommune präsent". Der Rundfunkrat hat 74 Mitglieder und überwacht die Einhaltung des gesetzlichen Sendeauftrags der öffentlich-rechtlichen Anstalten. Er soll den Einfluss verschiedener gesellschaftlich relevanter Gruppen auf die Inhalte der Sender garantieren. Das Gremium wählt und berät zudem den Intendanten.

Nun stellt sich die Frage, was wir Christen überhaupt mit den säkularen Rundfunksendern zu tun haben. Ist es unsere Aufgabe, weltliche Sender zu kontrollieren? Leider ist das Kreuz Jesu für uns schon so weit weg, dass wir oft kein Empfinden mehr dafür haben, dass diese Welt Christus hinausgeworfen und gekreuzigt hat. Das ist keine andere Welt als diejenige, die uns auch heute noch umgibt.

Welche Aufgabe haben wir in dieser Welt? „Ihr seid das Licht der Welt" - wir leuchten in diese Welt, um Menschen zum Herrn Jesus zu führen. Das wird mit Hilfe von SWR oder HR oder WDR mit Sicherheit nicht gelingen. Das sind Sender, die von Ungläubigen geführt werden. Sie gehören zu dieser Welt, von der unser Retter gesagt hat: „Und wenn er [der Heilige Geist] gekommen ist, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht" (Joh 16,8). Das heißt, die Anwesenheit des Geistes Gottes auf der Erde ist der Beweis, dass diese Welt unter dem Gericht Gottes steht. Da ist nichts mehr zu verbessern - sie wartet unerbittlich auf ihr Gericht. Wollen wir diese Welt, die dem Gericht entgegengeht, verbessern? Das ist unmöglich.

Diese Welt besteht unter anderem aus der kulturellen und aus der politischen Welt. Damit wollen sich freie Gemeinden verbünden? Damit macht man sich mit dieser Gott feindlichen Welt eins. Man kann nur jeden Christen warnen, diesen Weg zu gehen. Er führt weg von Gott - niemals hin zu Ihm.