08.12.2012 Matthäus | Jesus Christus / Gott

Ein (vorerst) letztes Wunder

Der Evangelist Matthäus berichtet uns in den Kapitel 8-12 von 14 Wundern, die der Herr Jesus vollbracht hat. Es ist ein Hinweis darauf, dass der Herr Jesus wirklich der von Gott angekündigte Messias war. Alle Wunder legten ein großartiges Zeugnis davon ab, dass hier jemand tätig war, der nicht seine Ehre sondern das Wohl des Volkes und die Verherrlichung Gottes, des Gottes Israels, suchte.

Diese Dämonenaustreibung ist das vorerst letzten Wunder, von dem Matthäus spricht. Das ist kennzeichnend für die folgenden Abschnitte. Warum? Weil es ein Zeichen dafür ist, wie das Volk Israel das Wirken Jesu angenommen hat. Es ist traurig zu sehen, wie die Führer des Volkes auf das Wirken des Herrn zugunsten seines Volkes reagieren: mit schrecklichster Ablehnung!

Das Volk Israel war nicht nur blind in Bezug auf Gott und den eigenen Zustand. Es war auch nicht in der Lage, Gott zu loben in einer Weise, die Gott annehmen konnte. Denn es war taub und stumm wie dieser Mensch. So konnte das Volk nichts sagen über die Herrlichkeit, die ihm begegnete; über die Liebe, die zu ihm gekommen war. Es war sprachlos! Sie konnten das nicht - sie wollten es aber auch nicht.

Wie hat dieses Verhalten unseren Herrn Jesus innerlich getroffen. Er war nur für andere tätig, nie für sich. Er hatte immer wieder auf seinen Vater als die Quelle alles Wirkens hingewiesen. Was war der Lohn dafür? Man brachte Ihn und sein Wirken mit Satan in Verbindung. Wie dankbar dürfen wir sein, dass Er trotzdem bis an das Kreuz weitergegangen ist. Zugleich ist Er für uns das Vorbild, wenn auf uns einmal in viel geringerem Maß Ablehnung und Spott warten.