17.05.2013Ehe & Familie

Falsches Familienbild?

Das Ehe- und Familienbild vieler christlicher Gemeinden entspricht nicht der Bibel. Dieser Ansicht ist der Missionswissenschafter Prof. Johannes Reimer, der an der Universität von Südafrika und der Theologischen Hochschule Ewersbach lehrt, eine Hochschule der Freien evangelischen Gemeinden (FeG). Er kritisiert, dass christliche Gemeinden oft das aus einer patriarchalischen Tradition stammende Ideal einer Ehe und Familie als biblisch definierten. Gemeint ist, dass die Überzeugung, der Mann sei Haupt in Ehe und Familie, so dass die Frau ihrem Mann gehorsam sein müsse, unbiblisch sei. Dass die Frau für Haushaltsführung und Kindererziehung verantwortlich sei, könne man zudem nicht aus der Bibel ableiten. Mann und Frau hätten vielmehr gemeinsam Aufgaben zu erfüllen als Ebenbild Gottes. Gott sei das Haupt, Mann und Frau dagegen gleichberechtigt.

Es ist traurig, dass dieses Menschenbild nun auch schon in FeGs vertreten wird. Tatsächlich haben Mann und Frau Aufgaben, die sie zusammen in der Familie zu erfüllen haben. Wenn man Aquila und Priscilla betrachtet, können sie auch manche Tätigkeiten zusammen ausführen. Dennoch bleibt bestehen, dass der Apostel Paulus deutlich sagt: „Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter, als dem Herrn ... Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat" (Eph 5,22.25). Diese Verse kann auch Reimer nicht aus der Bibel entfernen.

So wollen wir bei dem biblischen Ehe- und Familienbild bleiben. Der Mann soll seiner Frau dienen - das ist lieben. Die Frau soll sich ihrem Mann unterordnen - das ist zwar kein Gehorsam, aber eine klare Rangordnung (die übrigens nichts mit Wertigkeit zu tun hat, denn Mann und Frau sind in Gottes Augen immer schon „gleichwertig" gewesen).

Auch wenn es unmodern ist und man sich in vielen christlichen Versammlungen (Gemeinden) dem Zeitgeist anpassen möchte, wie man es jetzt leider auch bei Reimer erkennt: Wir wollen bei den Grundsätzen der Bibel bleiben. Sonst bereiten auch wir den Weg, den die FeGs seit einiger Zeit beschritten haben: Auch in der Versammlung (Gemeinde) können Frauen „Führungspositionen" einnehmen, zum Beispiel als „Pastorinnen". Das aber kennt Gottes Wort überhaupt nicht. Gott sei Dank - Gott weiß besser als wir, was gut ist für Frauen, Männer, Kinder und die Versammlungen (Gemeinden).