15.09.2012Matthäus | Persönlicher Glaube

Wahre Jüngerschaft

Matthäus war ein Zöllner, der seine eigenen Interessen im Auge hatte. Aber bei ihm kam der Augenblick, an dem Jesus in sein Leben trat. Wir lesen nichts davon, dass Matthäus zu Christus hinging. Der Herr kam zu Matthäus. Berufung in die Jüngerschaft und auch in den Dienst geht immer von dem Herrn Jesus aus, nie von uns selbst. „Ihr habt nicht mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt" (Joh 15,16). Wir können uns nicht - wie an Hochschulen - um einen Ruf „bemühen", bewerben. Berufung ist nichts als reine Gnade! Der Herr Jesus sagt uns, wenn Er den Augenblick für gekommen hält: „Folge mir nach!" Die (im Deutschen) drei Wörter haben eine nachhaltige Wirkung auf Matthäus. Seine Reaktion, sein Gehorsam ist beeindruckend: „Und er stand auf und folgte ihm nach."  

Was wahre Jüngerschaft bedeutet, kann man anhand dieser fünf Punkte beschreiben:

  1. Der Herr ruft jemand in seine Nachfolge.
  2. Man hört diesem Ruf zu und ist innerlich überwältigt.
  3. Der Ruf des Herrn wandelt den Berufenen zu einer neuen Person. Aus Levi wird Matthäus. Man ist ein neuer Mensch, hat neue Aufgaben, gehört zu einem neuen Bereich.
  4. Man ist gehorsam und folgt dieser Berufung, indem man „aufsteht" und das tut, was Christus sagt.
  5. Nachfolge hat eine Person zum Inhalt: den Herrn Jesus. Man folgt nicht einer Lehre oder einer Idee, sondern einer Person. Nur, wer die richtige Blick- und Laufrichtung hat, ist wirklich ein Jünger Jesu.