01.07.2012Gute Botschaft | Persönlicher Glaube

Der uns den Sieg gibt

Das Final-Spiel einer Fußball Europameisterschaft dauert, wie jedes andere Spiel dieses Turniers auch, 90 Minuten. Bei einem „Unentschieden", kann es dann noch einmal um 30 Minuten bis letztendlich zum Elfmeterschießen verlängert werden. Doch gibt es einen Zeitpunkt, an dem das große Finale zu Ende ist und mit dem Endergebnis auch der Sieger feststeht. Der Verlierer könnte dann noch so oft verzweifelt in das gegnerische Tor schießen wie er will - das Spiel ist fertig und er hat verloren!

Das Leben als Weg zum Sieg?

Es wird in der ganzen Weltgeschichte nur eine einzige Fußball-EM 2012 geben. Diese ist einmalig und wird in dieser Art und Weise nie wieder stattfinden. Ebenso lebt der Mensch nur ein einziges Mal. Jedes Menschenleben ist einmalig und kann nicht wiederholt werden. Es hat irgendwann ein Ende, denn es „ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht" (Heb 9,27). Ist dieses Ende erreicht, hat er entweder gewonnen oder aber verloren. Dieses Ergebnis kann er nach dem Tod nicht mehr ändern.

Aber wer ist denn der Gegner, gegen den gewonnen werden muss? Es ist die Welt, das Fleisch und seine Begierde: die zum Tod führende Sünde. Und wie kann dieser Gegner besiegt werden? Durch eigene Taktik, Technik oder sonstige Fähigkeiten jedenfalls nicht!

„Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!" (1.Kor 15,57). „Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube. Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?" (1.Joh 5,4-5)

Wir haben aus Hebräer 9,27 gesehen, dass nach dem Tod das Gericht kommt. Für die an den Herrn Jesus Christus Glaubenden hat dieser das angekündigte Gericht, die Strafe für unsere Sünden, bereits getragen. Gott schenkt uns durch den Glauben an seinen Sohn (Jesus Christus) den Sieg. Er hat die Macht Satans, den großen Gegenspieler Gottes, gebrochen (Hebräer 2,14).

Die Bibel sagt, dass wir nur durch IHN den Sieg erringen werden - nicht nur können.

Das Training

Jeder Trainer einer Fußballmannschaft hat seine Strategien und Taktiken, nach denen er sein Team spielen lässt, um zu dem gewünschten Erfolg zu kommen. In intensiven Trainingseinheiten trainiert er jeden einzelnen Spieler, um dessen persönlichen Stärken zu fördern. Genau so wichtig sind aber auch Übungen mit der gesamten Mannschaft. So werden den Spielern die taktischen Züge des Trainers eingedrillt, um sie flüssig umsetzen zu können. Außerdem lernen sie dabei Stärken und Schwächen des anderen besser kennen und können einander helfen und in schwierigen Situationen besser ergänzen.

Das Ziel der ganzen Mannschaft ist, das nächste Spiel um jeden Preis zu gewinnen. Dafür geht man an seine eigenen Grenzen und hilft seinem Kameraden, wenn dieser eine schwere Position hat.

Welches Ziel wird angesteuert?

Jeder Mensch muss in seinem Leben entscheiden, auf welcher Seite er leben möchte. Niemand möchte am Ende Verlierer sein. Es geht um den ewigen Tod oder das ewige Leben. Eins steht fest: Mit dem Ende des Lebens, dem Tod, ist nicht alles aus! Es geht weiter - Gott sagt das ausdrücklich in seinem Wort! Die Sieger werden in einer für uns unvorstellbaren Art und Weise feiern. Die Verlierer erwartet dagegen das Gegenteil von Freude: „Dort wird das Weinen und das Zähneknirschen sein." (Mt 13,50)

Das Leben eines Gewinners

Wie wir eben schon gesehen haben, gibt Gott uns durch den Herrn Jesus den Sieg. Wir gehören zu seinem „Team", indem wir er- und bekennen, dass wir Sünder sind und Er stellvertretend für uns am Kreuz sterben musste.

Nun müssen wir aber, um die „Taktiken und Strategien" unseres „Trainers" kennenzulernen - um das Bild weiter zu gebrauchen - sein Buch lesen und studieren, in welchem er diese aufgeschrieben hat. Das ist die Bibel. Doch das Lesen der Bibel alleine reicht nicht aus - wir müssen auch danach spielen, also leben. Es muss unser „eigen" werden, wir müssen anfangen zu verstehen, wie Er denkt und handelt, welche Vorstellungen Er hat, wie gespielt werden soll. SEIN Buch, SEINE Person muss unser Denken, Reden und Handeln beeinflussen.

Doch beachte: Um Sieger zu sein, müssen wir nichts mehr leisten. Es reicht aus, wenn wir die „Vertragsbedingungen" eingegangen sind - das heißt, wir haben unsere Sünden bekannt. Wir müssen sonst nichts tun, um über die Sünde zu siegen, wir können es auch gar nicht, weil unser Handeln aus Gottes Sicht viel zu wenig wäre - das tat der Herr für uns schon am Kreuz. Nur wer sich als Sünder erkennt und Jesus Christus als Retter annimmt, gehört zum Team des Herrn. Denn dazu ist es nötig, dass man ewiges Leben besitzt - ein Geschenk Gottes an jeden, der glaubt. Das Ergebnis des Spiels steht übrigens schon fest, bevor das Spiel zu Ende ist. Doch es ist der Wunsch des HERRN, dass wir nach seinen Gedanken fragen und danach handeln.

Abgesehen von der eingeschränkten Anzahl von 11 Spielern kommt es vor, dass ein Spieler aus besonderen Gründen auf der Ersatzbank sitzen muss:

  • Er ist nicht fit genug - ihm fehlt das Training
  • Er ist verletzt
  • Er wurde für das Spiel gesperrt, da er (mehrfach) gegen die Spiel-Regeln verstoßen hat

Bei unserem Herrn sitzt keiner auf der Bank, weil nur 11 Spieler spielen dürfen! Ist es aber nicht oft so, dass er den ein oder anderen von uns nicht in seinem Dienst einsetzen kann, weil wir nicht „in Form" sind? Haben wir vielleicht wieder und immer wieder gegen gewisse „Regeln" verstoßen? Wenn wir nicht wissen wie gespielt werden soll, brauchen wir uns nicht wundern, wenn wir nicht „eingesetzt" werden.

Doch gibt es auch einen „positiven" Aspekt der Ersatzbank. Um einsatzbereit zu sein, trainiert der Trainer die Spieler, bis sie „in Form" sind. So möchte der Herr auch uns formen, prägen und für unseren Dienst in der Versammlung Christi vorbereiten. Da kann es auch mal schmerzhafte Trainingseinheiten geben, in denen unser Glaube und unser Vertrauen auf Gott geprüft werden. Wir fragen uns vielleicht, wofür gerade diese oder jene „Trainingseinheit" gut sein soll. Doch kennen wir die Pläne unseres Herrn mit uns? Wissen wir, an welcher Position Er uns spielen lassen möchte? Es gibt viele Aufgaben - der Herr hält für jeden genügend bereit!