12.04.2012 Prophetie | Persönlicher Glaube

Was gesagt werden muss ...

Bild: Urheber/Copyright: Florian K

Wie nicht anders zu erwarten war, hat das Gedicht von Günter Grass in der deutschen Medienlandschaft große Aufmerksamkeit bekommen. Selbst Grass dürfte nicht erstaunt gewesen sein, dass er im Wesentlichen deutliche Kritik erntete, bis hin zu den Dauervorwürfen, er sei ein Antisemit. Dieses zum Teil politische Geschäft – und Günter Grass versteht sich als Politiker – ist oft geprägt von Heuchelei, die Grass selbst anprangert und die er sich nun von vielen als Vorwurf gefallen lassen muss.

Das aber kann nicht unser Thema als Christen sein. Wir gehen nicht mit dem Schraubenzieher an ein solches Gedicht ... Interessant vielmehr ist das Folgende für uns: Günter Grass spricht in der drittvorletzten und in der vorletzten Strophe davon, dass Israel der Verursacher der erkennbaren Gefahr im nahen Osten sei. Und er bezeichnet die Atommacht Israel als den Gefährder des ohnehin brüchigen Weltfriedens.

Das ist deshalb erstaunlich – und zugleich zutreffend – als zwar viele Menschen davon sprechen, dass wir in einer Konstellation nie dagewesenen Friedens lebten (vgl. 1. Thes 5, 3), dass aber die Störenfriede vor allem Islamisten, Terroristen und eventuell der Iran und seine Verbündeten seien. Wir müssen akzeptieren, dass Gott die Dinge anders kommentiert.

Als ein Beispiel mag man sich an Sacharja 12,1-3 erinnern: „Ausspruch des Wortes des HERRN über Israel. Es spricht der HERR, der den Himmel ausspannt und die Erde gründet und des Menschen Geist in seinem Innern bildet: Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum; und auch über Juda wird es kommen bei der Belagerung von Jerusalem. Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich Jerusalem zu einem Laststein für alle Völker machen: Alle, die ihn aufladen wollen, werden sich gewiss daran verwunden. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln.“ In Vers 6 heißt es noch: „An jenem Tag werde ich die Fürsten von Juda einem Feuerbecken unter Holzstücken und einer Feuerfackel unter Garben gleichmachen; und sie werden zur Rechten und zur Linken alle Völker ringsum verzehren.“

Was ist die Ursache für das jahrhundertlange Gezerre in und um Israel? Der Unglaube dieses Volkes. Damit ergreift niemand Partei für oder gegen Israel, was die derzeitige politische Lage betrifft. Hier haben offensichtlich beide Seiten ihren Anteil. Aber die tieferen Ursachen, die Gott uns in der Bibel darlegt, bestehen in dem Unglauben der Juden und der Israeliten. Wenn sie einmal zum Glauben kommen werden (nach Sacharja 13,8 wird das nur ein Drittel der Bevölkerung sein), wird der Messias, Jesus Christus kommen. Und dann wird es im Nahen Osten Ruhe geben, und zwar einen dauerhaften.

Gott sei Dank – die Höhepunkte dieser Unruhen werden wir Christen, die Jesus Christus als Retter angenommen und Gott unsere Sünden bekannt haben, nicht erleben. Wir dürfen die Segensverheißung an die Versammlung (Gemeinde) in Philadelphia dankbar auf uns wirken lassen, ohne dass wir die entsprechende Verantwortung übergehen: „Weil du das Wort meines Ausharrens bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen“ (Off 3,10).