08.04.2012Matthäus | Jesus Christus / Gott | Persönlicher Glaube

Die überreichliche Gnade

Die Folgen der Sünde sind schrecklich: Der Mensch ist unfähig, Gott zu dienen. Er besitzt keine Einsicht mehr und hat auch keinen Blick für die göttliche Dinge. Er ist blind über Gott, über sich und seinen Zustand und auch über das Erlösungswerk Christi. Die Sünde, die dazu führt, dass der Mensch über das Licht und die Liebe Gottes blind ist, hält ihn in Gefangenschaft. Aber dann kam der Herr Jesus, der die Blinden sehend machte und der in seiner überreichlichen Gnade auch uns ein tiefes Verständnis gegeben hat.

Das lernen wir auch im Römerbrief. Dort wird über den Menschen gesagt, dass er die Herrlichkeit Gottes nicht erreichen kann, sondern der ewigen Verdammnis entgegengeht. „Wo aber die Sünde überströmend geworden ist, ist die Gnade noch überreichlicher geworden, damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn“ (Röm 5,20.21). Die Sünde war überströmend. Aber die Antwort Gottes ist noch gewaltiger – die Gnade ist überreichlich geworden.

Wie dankbar werden diese beiden Blinden gewesen sein, als der Herr ihnen vollkommen überraschend das Augenlicht schenkte. Wie dankbar dürfen wir sein, die eine viel größere Rettung vonseiten des Herrn geschenkt bekommen haben. Lasst uns nicht müde werden, Ihm für dieses große Geschenk täglich zu danken.