31.03.2012Matthäus | Jesus Christus / Gott | Persönlicher Glaube

Die Gnadengabe

Die blutflüssige Frau hatte 12 Jahre unter dieser Erkrankung gelitten. Dieser ständige Blutfluss erinnert uns an die sündige Natur eines Menschen, von der er nicht durch eigene Anstrengungen loskommen kann. Der Mensch muss lernen, dass die alte, sündige Natur und der alte Mensch eine Macht über den unbekehrten Menschen haben (Verse 20–22). Um diese Macht zu brechen, reicht es nicht, nur etwas im eigenen Verhalten oder im täglichen Leben zu korrigieren. Eine direkte Gnadengabe vonseiten Gottes ist notwendig.

Diese hat Gott in dem Herrn Jesus auch dieser Frau geschenkt: „Und ist nicht wie durch einen, der gesündigt hat, so auch die Gabe? Denn das Urteil war von einem zur Verdammnis, die Gnadengabe aber von vielen Übertretungen zur Gerechtigkeit (Römer 5,16). Durch die Sünde des Einen, Adam, ist die Sünde zu allen durchgedrungen. Die Folgen der Sünde spürt jeder Mensch in seinem Leben. Er weiß, ob er es immer zuzugeben bereit ist oder nicht, dass er früher oder später sterben muss. Der Tod herrscht über den Menschen wegen der Sünde.

Aber mit noch viel größerer Macht ist die Gnadengabe des Einen, der unsere vielen Sünden zum Anlass für unsere Rechtfertigung genommen hat. Weil der Herr Jesus Christus am Kreuz von Golgatha gestorben ist – Paulus nennt das im Römerbrief den Akt des Gehorsams und der Gerechtigkeit – kann Gott dem Menschen ein neues Leben, ewiges Leben, schenken. So hat der Herr dieser Frau die Gnadengabe eines neuen Lebens, einer neuen Natur geschenkt. Das wird bildlich deutlich dadurch, dass sie nicht mehr blutflüssig war. Was für ein Wunder der Gnade Gottes!