12.02.2012Matthäus | Persönlicher Glaube

Die Macht der Sünde

Gottes Wort macht einen Unterschied zwischen Sünde und Sünden. Sünden sind die Taten, die Früchte des Bösen, einer bösen Natur. Sünde ist die Quelle, der Ursprung davon. Man kann beispielsweise an Johannes 9 denken, wo selbst die Jünger den Herrn angesichts der Blindheit eines Mannes fragten: „Wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde?" (Joh 9,1). Seine Blindheit, so nahmen die Jünger irrigerweise an, sei die Folge einer oder mehrerer Sünden dieses Mannes gewesen. Auch die Jünger sahen also den Grundsatz, dass aus einer bösen Quelle böse Taten hervorkommen.

Natürlich dürfen wir nie der Versuchung erliegen, bei der Krankheit anderer Menschen darüber zu spekulieren, was die Ursache ihrer Erkrankung ist. Krankheit ist die Folge des Sündenfall Adams, das wissen wir aus den Beispielen der Schrift.

Die Begebenheit mit den beiden Blinden in Matthäus 9 zeigt uns aber symbolisch etwas über die Sünde. Diese armen Männer bitten den Herrn Jesus nicht darum, ihre Augen zu heilen. Ihnen geht es sozusagen nicht um die Folgen der Sünde, sondern um die Wurzel, die Sünde. Sie bitten um Erbarmen. Sie erkennen somit, dass ihr persönlicher Zustand Barmherzigkeit vonseiten des Herrn nötig machte. So sehr hatte die Sünde Gewalt über den Menschen. Der Herr schenkt ihnen diese Gnade. Aus anderen Bibelstellen lernen wir, dass der Herr sterben musste, um uns von der Macht der Sünde zu befreien. Da wir mit seinem Tod einsgemacht worden sind, sind auch wir durch seinen Tod von dieser Macht befreit worden.