25.06.2011Matthäus | Persönlicher Glaube

Fieber

Fieber – und in dieser Begebenheit geht es nicht um „erhöhte Temperatur“! – hat zur Folge, dass ein Mensch innerlich keine Ruhe mehr hat. Er wird ganz unruhig und ist nicht mehr in der Lage, sich zu konzentrieren. Satan nimmt dem Menschen die innere Ruhe, wenn er ihn zum sündigen führt. Das ist schon beim natürlichen Menschen so. Er hat keine Ruhe, um über seine eigene Zukunft nachzudenken. Satan beschäftigt ihn mit allem möglichen, damit er sich nicht mit seiner Zukunft auseinandersetzen kann. Diese Verantwortung kann der Mensch nicht auf den Teufel abwälzen – er ist selbst dafür verantwortlich, dass er sündigt! „Ja, als ein Schattenbild geht der Mensch umher; ja, vergebens ist er voll Unruhe; er häuft auf und weiß nicht, wer es einsammeln wird“ (Ps 39,7).

Wenn man die Ursache der Unruhe bei dem Fieber analysiert, dann ist sie die Folge davon, dass ein Virus oder andere Krankheitserreger den Körper derart damit beschäftigten, sein Gleichgewicht zu finden, dass er keine Ruhe mehr gibt, bis die Krankheit besiegt ist. Im übertragenen Sinn ist der Mensch durch die Sünde so mit sich beschäftigt, dass er nicht in der Lage ist, das zu tun, wofür Gott uns Menschen geschaffen hat: Ihm zu dienen. Aber eigentlich gibt der Mensch keine Ruhe, bis er zu diesem Punkt der „Erlösung“ kommt – nur kann er sich nicht selbst erlösen. Er muss anerkennen, dass er einen Retter nötig hat.  

Auch für den Gläubigen vergeht die „Unruhe“, die durch die Sünde ausgelöst wird, erst wieder, wenn die Sünde bekannt und die praktische Gemeinschaft mit dem Vater wiederhergestellt worden ist.