10.05.2011Persönlicher Glaube

Ein bemerkenswertes Zeugnis: George W. Bush

„Ich musste ein Wochenende mit dem großen Billy Graham verbringen. Und als Ergebnis unserer Gespräche und seiner Inspiration sah ich in mein Herz und verschrieb mein Leben Jesus Christus.“ Folge der persönlichen Bekehrung von George W. Bush zum „wiedergeborenen Christen“ war nicht nur die radikale Abkehr vom Alkohol, sondern auch die Hinwendung zu einer strengen Arbeits- und Lebensdisziplin. Zu dieser gehören die tägliche Bibellektüre und das Gebet” So heißt es in einem ausführlichen Artikel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Über George W. Bush ist viel geschrieben und gespottet worden. Man hat ihm viel an verkehrten Motiven unterstellt. Seine Politik will ich nicht beurteilen, auch nicht, was ein überzeugter Christ wie er und Johannes Rau an der Spitze der Politik zu suchen haben. Aber es beeindruckt mich, dass Journalisten inzwischen mit mehr Respekt über diesen Mann schreiben, der seinen Glauben nicht verbirgt. Gott hat seine Männer und Frauen (fast) überall. Das freut mich sehr, auch wenn ich persönlich den einen oder anderen Schritt nicht mitgehen kann.

Von George W. Bush heißt es, dass er, nachdem er seine zwei Amtszeiten vor gut zwei Jahren beendet hat, kaum Einladungen zu Redeauftritten annimmt. Er gibt offenbar keine Interviews und behält auch seine Einschätzungen zu aktuellen politischen Entwicklungen für sich. Das unterscheidet ihn grundsätzlich vom früheren Präsidenten Bill Clinton. Der sucht bis heute jede Kamera und jedes Mikrofon und kann gar nicht genug Hände schütteln und Ratschläge geben. Vor kurzem hätte Bush zusammen mit dem amtierenden Präsidenten gemeinsam auf „Ground Zero“ im Rampenlicht der Medien und der Öffentlichkeit stehen können, heißt es. Man ließt, dass Bush respektvoll abgewinkt habe.

Es scheint, als ob dieser Mann dankbar dafür ist, dass Gott ihm Zeit gegeben hat, seine Aufgabe als Präsident der Vereinigten Staaten zu erfüllen. Aber nach Beendigung dieser Aufgabe sucht Bush nicht die Öffentlichkeit, auch wenn sein Bild dort korrekturbedürftig ist. Er versucht nicht, einen Gegenpräsidenten zu Obama zu spielen. Er ist einfach dankbar dafür, dass Gott ihm den Weg von den Abwegen des Alkohol und anderer Drogen gewiesen und geschenkt hat. Dass Gott ihn dazu geführt hat, sich zu bekehren. Dass Gott ihm den begnadeten Evangelisten Billy Graham ins Leben gebracht hat.

Bush hat in seinem politischen Leben zweifellos Fehler begangen. Manche denken, tiefgreifende Fehler. Aber ihm geht es nicht um sein Image, ihm geht es um seinen Gott, seinen Herrn. Dass nun sogar Journalisten respektvoll von seinem Glauben und seinem Glaubensleben schreiben, könnte ein Hinweis auf die Glaubwürdigkeit dieses Mannes sein. Sein Leben und sein Reden passen offenbar zusammen. Ein gutes Vorbild auch für uns in unseren Tagen.