20.12.2010 Jesus Christus / Gott | Persönlicher Glaube

Die Treue Gottes

Wir sollten der Treue Gottes zutrauen, dass Er die Seinen bewahren wird.

Er wird uns nicht immer zu allem gebrauchen, Er wird aber immer sein eigenes Werk tun, und wir können oder sollten Ihm hierin vertrauen.

Geduld ist oft ein großes Heilmittel, weil ein Gott da ist, der handelt. Es gibt Fälle, in denen wir Gott allein alles tun lassen müssen.

Zweifle nicht an seiner Treue. O, wie undankbar wäre ich, wenn ich seiner Treue nicht Zeugnis gäbe und seiner großen, zarten und kostbaren Geduld mit seinem armen Knecht!

Ich fühle, dass wir bloße Angriffe gegen uns nicht erwidern sollten. Wenn wir gefehlt haben, so lasst es uns anerkennen; wenn nicht, sollten wir es dem Herrn überlassen.

„Du wirst antworten, Herr, mein Gott“ (Psalm 38,16). – Ob man nun mit einem Schornsteinfeger streitet oder ob man ihn umarmt – man wird in beiden Fällen schmutzig. Unsere Sache ist es, erhaben über diesen Dinge zu leben und nicht an die Angriffe zu denken, sondern an die Seelen.

Wenn Gott am Werk ist, können wir vollkommene Ergebnissen erwarten.

Ich habe beständig erfahren, dass wir etwas am besten tun können, wenn wir es wirklich zu Gott bringen.

Seine Liebe und Gnade versagen nie. Wären wir allein in der Welt, seine Gnade würde genügen und, gepriesen sei sein Name!, uns ständig begleiten.

Paulus vermochte alles durch Den, der ihn kräftigte. Süße und kostbare Erfahrung! – nicht nur, weil sie die Fähigkeit gibt, allen Umständen zu begegnen, was von großem Wert ist, sondern weil der Herr erkannt wird, der beständige, treue, mächtige Freund des Herzens. Es heißt nicht: „Ich vermag alles“, sondern: „Ich vermag alles durch den, der mich kräftigt.“ Es ist eine Kraft, die beständig aus einer Beziehung mit Christus hervorfließt, eine im Herzen aufrecht erhaltene Verbindung mit Ihm. Es heißt auch nicht nur: „Man vermag alles.“ Dies ist wahr; aber Paulus hatte es praktisch gelernt. Er wusste, worauf er rechnen konnte. Christus hatte ihm immer die Treue gehalten, hatte ihn durch so manche Schwierigkeiten hindurch gebracht und durch so manche Zeiten der Erfolge, dass er gelernt hatte, auf Ihn zu vertrauen und nicht auf die Umstände. Und Christus war immer derselbe.

Das Herz des Paulus ruhte in Gott; seine Zuversicht in Bezug auf die Philipper drückt das aus. „Mein Gott“, sagt er, „wird euch alles Nötige geben.“ Er drückt nicht einen Wunsch aus, dass Gott es tun möge. Er hatte aus eigener Erfahrung gelernt, was sein Gott war. Mein Gott, sagt er – Er, den ich kennen gelernt habe in all den Umständen, durch die ich gegangen bin –, wird euch mit allem Guten füllen. Er wendet seine eigene Erfahrung von dem, was Gott ihm war, und seine Erfahrung von der Treue Christi auf die Philipper an.

Möge die Gegenwart dieses treuen und gütigen Jesus euch aufrecht erhalten und euer Herz erfreuen.