13.11.2010Persönlicher Glaube | Menschliches Zusammenleben

Gutes tun

Jeder Mensch weiß, was er selbst gerne von anderen Menschen erfährt: Liebe, Respekt, Hilfe, und noch vieles mehr. Der Herr Jesus fordert mich hier auf, genau dieses den anderen zu erweisen. Wir sollen also keine „Konsumentenhaltung" haben, sondern eine „Produzentenhaltung".

Wie viel weniger zwischenmenschliche Beziehungen wären heute gestört, wenn man nicht auf den ersten Schritt des anderen warten, sondern selbst auf ihn zugehen würde. Wenn man ihm Gutes erwiese, statt darauf zu warten, dass der andere Gutes tut. Diesen Grundsatz können wir gerade dann verwirklichen, wenn wir Geschwistern gegenüberstehen, mit denen wir das eine oder andere Mal Konflikte hatten. Auch manche Ehe würde heute vielleicht noch bestehen, wenn man nicht in erster Linie das Verhalten des Ehepartners kritisiert hätte, sondern selbst in Liebe und Hilfe aktiv geworden wäre.

Das Vorbild ist gerade für Jünger von großer Bedeutung. Deshalb spricht unser Meister hier davon. Petrus kommt in seinem Brief darauf zurück: „Und wer ist es, der euch Böses tun wird, wenn ihr Eiferer für das Gute geworden seid-" (1. Pet 3,13). Durch Gutes tun wird ein Jünger oft schon in seinem Leben hier auf der Erde Gutes ernten.

Viele Christen haben versucht, die „negative" Formel zu verwirklichen: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem and'ren zu." Zwischen diesen beiden Versionen besteht aber ein großer Unterschied. Die Aufforderung des Herrn Jesus geht viel weiter als die negative Version. So wollen wir uns anspornen lassen, anderen Gutes zu tun. Eine solche Haltung wird Gott reich segnen.