12.09.2010Menschliches Zusammenleben

Sich gegenseitig helfen

Der Herr Jesus hatte seine Jünger davor gewarnt, andere Jünger öffentlich zu verurteilen und deren Motive zu beurteilen. Jetzt zeigt Er, dass sich Jünger gegenseitig helfen können. Wenn wir das so wichtige Selbstgericht in unserem eigenen Leben verwirklichen, können wir auch anderen eine Hilfe sein. Jemand hat einmal gesagt: Das nützlichste Richten ist das Selbstgericht! Wohlgemerkt: Auch dann, wenn ich den Balken aus meinem Augen gezogen habe, soll ich nicht andere öffentlich richten und beurteilen.

Manchmal hat sich zudem herausgestellt, dass, während man selbst den Balken im Selbstgericht aus dem eigenen Leben entfernt, der andere von sich aus seinen Splitter gezogen hat. Dann gibt es nichts mehr beim anderen zu helfen ....

Wie geschieht die vom Herrn angesprochene Hilfe? Sicherlich nicht dadurch, dass ich jemanden öffentlich verurteile. Das Gegenteil zeigt uns der Meister in Johannes 13 durch das Beispiel des Füße Waschens. Jemand, der einem anderen die Füße wäscht, spricht nicht öffentlich darüber. Er beugt sich unter den anderen. Für uns, die wir selbst immer wieder sündigen, bedeutet dies im Unterschied zum Herrn Jesus, dass wir uns bei dieser Handlung bewusst bleiben, dass wir in derselben Sache und in anderen Bereichen unseres Lebens versagen und viel tiefer fallen können als der Mitjünger. Hilfe bedeutet, das Wort Gottes auf das Leben anzuwenden, um neue Klarheit und auch um Erfrischung zu schenken. Das ist das Gegenteil von einem Richt-Geist. Selbst wenn wir also einen Splitter im Auge unseres Nächsten sehen, werden wir in Barmherzigkeit handeln.