21.02.2010 Matthäus | Persönlicher Glaube

Das „Vater unser“ 3

Einige weitere grundsätzliche Gedanken zum „Vater unser":

7. Auch wenn sich die Bergpredigt auch an uns Christen richtet, beinhaltet das Christentum noch geistlich höher stehende Teile der Wahrheit. Wer nur an dem Gedanken des Königreiches hängen bleibt, hat zwar einen wichtigen Teil der Wahrheit vor Herzen. Aber es gibt viele weitere Aspekte der Wahrheit, die sogar noch erhabener sind. In Johannes 16,13 lesen wir, dass das Kommen des Heiligen Geistes zu einem ganz anderen Verständnis der Wahrheit Gottes führen würde. „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten." Dazu gehört, dass man sich der praktischen Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn erfreut.

8. Das „Vater unser" wird zu jeder Tages- und Nachtzeit gesprochen. Es wird fast wie ein Segensspruch verwendet, der immer und für alles gültig sein und weiterhelfen soll. Das kennt man sonst nur von Maskottchen. In Matthäus 6,7 hatte der Herr Jesus aber gerade davor gewarnt, zu plappern und zu meinen, man würde um des vielen Redens willen erhört.

9. Heißt das, dass wir das „Vater unser" gar nicht beten könnten? Auch dieses Extrem ist unangebracht. Wenn man sich die einzelnen Bitten des „Vater unser" anschaut, wird man feststellen, dass keine im Gegensatz zu unserer christlichen Stellung steht.