21.09.2009Fragen und Antworten | Persönlicher Glaube

Halten Christen den Sabbat?

Wir haben aus Stellen wie Römer 10,4 gelernt, dass Christus das Ende des Gesetzes ist für den erlösten Christen, der dadurch nicht unter Gesetz steht. Heißt das auch, dass ein Christ den Sabbat nicht halten muss und Schweinefleisch essen darf?

Das Neue Testament gibt auf diese Fragen klare Antworten. Der Apostel Paulus schreibt beispielsweise in Kolosser 2,16.17: „So richte euch nun niemand wegen Speise oder wegen Trank oder hinsichtlich eines Festes oder Neumondes oder von Sabbaten, die ein Schatten der zukünftigen Dinge sind, der Körper aber ist des Christus." An die Galater schreibt er: „Ihr beachtet Tage und Monate und Zeiten und Jahre. Ich fürchte um euch, dass ich etwa vergeblich an euch gearbeitet habe" (Gal 4,10.11).

Aus diesen Versen wird deutlich, dass es für den Christen kein Sabbatgebot oder dergleichen gibt. Er hält keinen Tag vor dem anderen, übrigens auch nicht den ersten Tag der Woche, der allerdings eine besondere Würdigung durch den Ausdruck „des Herrn Tag" (Off 1,10). Aber damit wird dieser Tag nicht zu einer Art Sabbat, für den es ein bestimmtes Gebot gäbe. Wir Christen haben keinen Tag mehr, an dem wir Bestimmtes tun müssten oder etwas nicht tun dürfen. Der Sabbat hat für den Christen keine Bedeutung mehr als nur, dass er auf die Ruhe des 1.000-jährigen Reiches hinweist. Er ist ein Schatten von der Wirklichkeit, die auf der Grundlage des Werkes Christi kommen wird.

Was das Schweinefleisch betrifft, musste schon Petrus in Apostelgeschichte 10 lernen, dass die Speisevorschriften des jüdischen Systems keine Bedeutung mehr für ihn hatten. In dem sogenannten apostolischen Konzil, von dem Apostelgeschichte 15 berichtet, wurde dann von den Aposteln und Ältesten unter der Leitung des Heiligen Geistes beschlossen, dass es für die Christen nur die folgenden Vorschriften gibt:

1.      Enthaltung von Götzenopfern

2.      Enthaltung von Blut (z.B. Blutwurst)

3.      Enthaltung von Ersticktem (z.B. Hasen „ersticken" bis heute)

4.      Enthaltung von Hurerei

Von Schweinefleisch ist auch hier keine Rede. Für uns gilt: „Denn jedes Geschöpf Gottes ist gut und nichts verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird; denn es wird geheiligt durch Gottes Wort und durch Gebet" (1. Tim 4,4.5). Wir dürfen also auch Schweinefleisch mit Danksagung zu uns nehmen.