12.09.2009Matthäus | Persönlicher Glaube

Die Bergpredigt und das zweite Gebot

Die Juden hatten dem sechsten Gebot: „Du sollst nicht töten" ihre Traditionen hinzugefügt und damit das Gebot Gottes entwertet. Auch diese zitiert Christus hier: „Wer aber irgend töten wird, wird dem Gericht verfallen sein." In 3. Mose 24,17 heißt es: „Wenn jemand irgendeinen Menschen totschlägt, so soll er gewiss getötet werden." Wenn nun ein Mensch nach der Tradition der Juden nur vor das örtliche Gericht kam, wenn er jemanden erschlagen hatte, so wurde das Gesetz Gottes dadurch abgeschwächt.

Deshalb lehnt der Herr Jesus diese Gesetzesänderung entschieden ab. Durch seine Worte bestätigt Er Gottes Gebot, aber Er erweitert und verschärft es sogar noch.

Er zeigt, dass jede Unmutsäußerungen, jeder böse Gedanke in dem Herzen eines Jüngers zu verurteilen ist und ihn letztlich auf einen Weg bringt, an dessen Ende ewiges Gericht steht. Der eine mag vor dem örtlichen Gericht verurteilt werden, der andere vor dem höchsten irdischen Gericht. Letztlich aber kommt es darauf an, was Gott zu einer solchen Sünde sagt. Er muss jeden Sünder mit ewigem Gericht bestrafen! Das heißt nicht, dass ein wahrer Gläubiger verloren gehen kann. Aber Sünden gehören zu einem Weg, der im Verderben endet. Wie wichtig ist es daher, dass wir uns durch das Wort Gottes bewahren lassen vor solchen Äußerungen und einer Haltung des Hasses und der Abschätzigkeit.