29.08.2009 Matthäus

Der Christ und das Gesetz

Der Herr Jesus spricht in diesen Versen der Bergpredigt vom Gesetz. Für den Christen ist es wichtig zu verstehen, dass die Bergpredigt keine Lehre über wahres Christentum ist. Für Christen, die an Jesus Christus glauben, ist die Beziehung zum Gesetz klar geregelt: „Denn Christus ist das Ende des Gesetzes, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit" (Röm 10,4). „Denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade" (Röm 6,14). „Denn ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe" (Gal 2,19).

Hat ein Christ dann gar nichts mit dem Gesetz zu tun? Doch! Aber er steht nicht unter Gesetz! In Römer 8,4 lesen wir: „Damit die Rechtsforderung des Gesetzes erfüllt würde in uns, die nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln." Das Gesetz stellt die Mindestanforderungen Gottes an den Menschen dar. Der Mensch musste mindestens das tun, was im Gesetz stand. Dann konnte er als Belohnung das ewige Leben empfangen.

Ein Christ aber tut viel mehr als das und erfüllt so die Anforderungen des Gesetzes, ohne dass das Gesetz seine Lebensregel wird. Wenn wir beispielsweise an die Forderung des Gesetzes denken: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (3. Mo 19,18), und es mit der christlichen Botschaft vergleichen: „Wandelt in Liebe, wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch" (Eph 5,2), dann sehen wir, dass „christliche Liebe" weit über das Lieben unter dem Gesetz hinausgeht. Das soll in unserem praktischen Leben sichtbar werden.