23.08.2009Matthäus | Persönlicher Glaube

Licht der Welt (2)

Vom Herrn Jesus wird gesagt, dass Er das Licht der Menschen ist (Joh 1,4). „Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst" (Joh 1,5). Er ist das wahrhaftige Licht, bei dem es keinen Schatten gab. Er hat in die Finsternis dieser Welt hineingeleuchtet. Aber die Welt hat Christus abgelehnt und aus der Welt hinausgeworfen. Denn das moralische Licht Gottes stellt die Sünder und ihre Sünden bloß. Es bringt alles ans Licht, was die Finsternis verbirgt.

Im Johannesevangelium finden wir auch, warum Er sein Licht hier leuchten ließ: „Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe" (Joh 12,46). In diesem Sinn sollen auch wir in dieser Welt das Licht Gottes leuchten lassen. Auf der einen Seite offenbaren wir Gott selbst damit, wer Er ist - Er ist Licht, so erstrahlen auch wir als Lichter, die sein Licht sichtbar machen. Auf der anderen Seite sollen die Menschen, die in der Finsternis leben, durch das Licht angezogen werden, um Jesus Christus im Glauben anzunehmen. Damit verlassen sie die Finsternis und kommen ins Licht, wo sie dann für immer bleiben (vgl. 1. Joh 1,7).

Während es beim Salz der Erde um Umstände und Beziehungen ging, in die wir gestellt sind und in denen sich auch Ungläubige befinden, handelt es sich beim Licht der Welt um einen von außen auf diese Welt einwirkenden Einfluss. Der Gläubige geht nicht an Orte, wo sich die Welt wohl fühlt. Er lebt auch nicht in ungöttlichen Beziehungen (wilde Ehe, homosexuelle Verbindungen). Nein, durch sein Leben und seine Worte lässt er gerade auf solche Lebensbereiche Licht scheinen.