07.07.2009Buchbesprechungen | Kolosser

Christus in uns – die Hoffnung der Herrlichkeit

Mit diesem Heft schließen wir das Bibelstudium zu Kolosser 1 ab. Dieser herrliche Brief des Apostels Paulus hat aber nicht nur ein, sondern insgesamt vier Kapitel. Daher wollen wir den Lesern von „Folge mir nach" als Ergänzung und Vertiefung gerne eine Auslegung zu dem gesamten Brief empfehlen, die im letzten Jahr erschienen ist.

Auf 191 Seiten erklärt Bruder Max Billeter aus der Schweiz diesen Brief, der uns unter anderem einführt

  • in das Geheimnis Gottes (Kol 2,2) und
  • den Reichtum der Herrlichkeit des Geheimnisses unter den Nationen, das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit (Kol 1,27).

Dieses Geheimnis hat mit der Beziehung von Christus zu seiner Versammlung (Gemeinde, Kirche) zu tun. Denn der Herr Jesus hat sich durch sein Sterben am Kreuz die Versammlung erworben, die Er nach seiner Himmelfahrt durch die Sendung des Heiligen Geistes auf diese Erde gebildet hat. In ihrem Wesen ist die Versammlung himmlisch und ewig, da sie Teil des ewigen Ratschlusses Gottes und untrennbar mit der Person des Herrn Jesus verbunden ist. Während der Epheserbrief schwerpunktmäßig das Wesen und die Herrlichkeit der Versammlung behandelt, schaut der Apostel Paulus im Kolosserbrief besonders auf die Herrlichkeit des Herrn Jesus als Haupt der Versammlung.

Max Billeter erläutert in seinem Buch den Gedankengang des Apostels. In gründlicher, zugleich aber überschaubarer, anschaulicher Weise geht der Ausleger Vers für Vers vor, so dass man einen guten Überblick über den „roten Faden" dieses Bibelbuchs erhält. Zugleich bekommt man Anregungen, auch über Details des biblischen Textes nachzudenken. Das gut verständliche Buch ist eine echte Hilfe für jeden, der den Kolosserbrief besser verstehen oder auch einmal in Ruhe studieren möchte. Das Hardcover-Buch kostet 11,90 € und kann beim Herausgeber von „Folge mir nach" bestellt werden (siehe Impressum). Oder einfach eine E-Mail senden an: fmn@folgemirnach.de. Bitte gebt Eure vollständige Adresse an.

Buchauszug (aus S. 100)

Christus: die Herrlichkeit dieses Geheimnisses

„... in dem ihr auch beschnitten worden seid mit einer nicht mit Händen geschehenen Beschneidung, in dem Ausziehen des Leibes des Fleisches, in der Beschneidung des Christus" (Kol 2,11).

... Beschneidung spricht auch vom Ausziehen des Leibes des Fleisches. Auch das haben wir grundsätzlich bei unserer Bekehrung getan. Vorher hat die in uns wohnende Sünde unseren Körper beherrscht: unsere Gedanken, unseren Mund, unsere Hände und unseres Füße. Dieser Mechanismus ist bei unserer Bekehrung vom Grundsatz her unterbrochen worden. Wie ist das geschehen? Indem wir im Glauben den Tod des Herrn Jesus auf uns angewandt haben. Das ist bei jedem geschehen, der sich bekehrt hat. Er hat den Tod von Christus auf sich und sein Fleisch angewandt. Die Beschneidung des Christus spricht also von seinem Sterben am Kreuz. Dort ist Er der Sünde gestorben und wir sind mit Ihm der in uns wohnenden Sünde gestorben.

Manchmal wird gesagt, dass wir die Sünde im Tod halten sollen. Das können wir aber nicht. Die Erbsünde in uns ist lebendig. Sie ist da, solange wir auf der Erde leben, und sie versucht immer wieder, uns zum Sündigen zu verleiten. Das sagt uns die Bibel. Das verleben wir aber auch durch Erfahrung. Ein alter Bruder sagte schon mal: „Wir versuchen immer wieder, die in uns wohnende Sünde zu ersäufen, erfahren aber, dass sie schwimmen kann." Ein treffendes Bild! Wir können sie also nicht töten, sie ist da und macht sich bemerkbar. Aber wir sind fähig, uns der Sünde für tot zu halten, das heißt es ist möglich, nicht auf ihrer Verlockungen zu reagieren. Einen Toten kann man anschreien, aber er reagiert nicht. Man kann ihn mit einer Nadel stechen, aber er zuckt nicht zusammen. So müssen wir die Aufforderung verstehen, uns der Sünde für tot zu halten.

(aus: Folge mir nach - Heft 7/2009)