15.06.2009Ehe & Familie

Die Welt sozialer, elektronischer Netzwerke: StudiVZ, SchülerVZ, MySpace, Facebook

Anfang Januar war im Leitartikel einer bekannten Tageszeitung zu lesen: „Wenn Jugendliche ihr Zimmer zu Hause betreten, führt sie der erst Weg meist direkt an den Computer und dort auf die Internetseiten sozialer Netzwerke." Als Beispiele wurden dann StudiVZ, SchülerVZ, MySpace, Wer-kennt-wen oder auch Facebook genannt. Es geht Schülern und Studenten, Auszubildenden und jungen Erwachsenen also gar nicht in erster Linie um das Spielen. Soziale Kontakte, die in einem anonymen Internet eigentlich unmöglich sind, werden wieder möglich gemacht. Jedenfalls scheinbar. Und darauf stürzen sich diese jungen Menschen, weil ihnen solche Kontakte oft wichtiger als alles anderen sind.

Wir Eltern sollten darum wissen, damit es uns nicht wie Jakob geht, der nicht wusste, was in seinem Haus los war, was seine Ehefrau Rahel für Götzen mit sich rumschleppte (vgl. 1. Mo 31,19) usw.

Es ist gut, dass unsere jungen Menschen noch Kontakte suchen in dieser kommunikationsarmen Welt. Aber sind es auch die richtigen Kontakte, die ihnen nützlich sind? So leicht entstehen Verbindungen und Beziehungen, die in 2. Korinther 6 unter dem Begriff „Gemeinschaft von Licht und Finsternis, Gläubigen mit Ungläubigen" genannt werden (2. Kor 6,14-16).

Selbst wenn es sich um Gläubige handeln sollte, sind es nicht oft und leicht Kontakte, die zur „Unzeit" vertieft werden, gerade wenn es um Gemeinschaft von jungen Leuten unterschiedlichen Geschlechts geht? Daher ist es umso wichtiger für uns, dass wir uns Zeit für unsere Kinder nehmen. Dass wir wissen, was bei ihnen abgeht. Nicht, weil wir wie die Detektive ständig hinter ihnen her sein wollen. Aber wir haben doch die Verantwortung, sie auf den richtigen Weg zu führen und sie - so viel an uns ist - zu bewahren.

Ich will nicht falsch verstanden werden. Nicht die Tatsache, dass jemand nach StudiVZ schaut usw. ist verwerflich. Das kann gelegentlich nützlich sein. Aber hier ungesunde, sündige Beziehungen aufzubauen, das ist die Gefahr. Und in diese rutscht man schneller, als man denkt.

„Mein Sohn, vergiss nicht meine Belehrung, und dein Herz bewahre meine Gebote" (Spr 3,1).