22.05.2009 Schöpfung

Holen Darwins Gegner zum Gegenschlag aus?

Immer wieder kann man in einschlägigen Zeitschriften lesen, die Gegner Darwins und seiner Evolutionstheorie wären nicht in der Lage, seine Argumente zu widerlegen. Daher würden sie auf emotionale Weise gegen die Nachfolger Charles Darwins kämpfen.

Die tatsächliche Beobachtung ist eine andere. Natürlich gibt es auch blind kämpfende Kreationisten. Davon ist in der letzten Zeit aber nicht viel zu lesen. Wohl aber von kämpfenden Evolutionisten, die einfach Stimmung gegen Kreationisten machen, nicht jedoch bereit sind, sich ihren Argumenten zu stellen. Ein solches Beispiel ist Prof. Ulrich Kutschera, welcher der Diskussion mit Fachleuchten wie Prof. Siegfried Scherer mehrfach aus dem Weg gegangen ist mit dem fadenscheinigen Argument, eine öffentliche Diskussion mit Kreationisten würde deren Überzeugung auf ein wissenschaftliches Niveau anheben, das dem Kreationismus gar nicht zustehe. Wer sich Internetseiten wie www.genesisnet.info anschaut, der wird feststellen, wie vorsichtig und wissenschaftlich konservative Kreationisten heute arbeiten.

Nein, der Vater der Lüge – Satan (vgl. Joh 8,44) – arbeitet immer daran, dass er die Wahrheit als Lüge darstellt und Lüge Wahrheit nennt. Das finden wir schon bei seiner ersten Begegnung mit Menschen in 1. Mose 3. Christen sollten sich nicht einschüchtern lassen. Wir müssen nicht immer in der ersten Reihe diskutieren. Aber wir sollten uns unsere biblischen Überzeugungen nicht nehmen lassen. Die Bibel ist kein Wissenschaftsbuch. Die Bibel macht aber Aussagen, welche die Wissenschaft nicht wird widerlegen können. Und wenn es für eine Zeit so scheint (siehe der wiederkäuende Hase), dann wird sich die Wissenschaft irgendwann korrigieren müssen. Die Bibel nicht.

In ihr finden wir keine wissenschaftlichen Darstellungen. Wir lesen auch keine wissenschaftliche Sprache. Aber wir lesen von beeindruckenden Phänomenen, die einfach wahr sind. Was den Ursprung der Erde anbetrifft, so können wir heute ohnehin nur mit Modellen arbeiten, die Dinge nacharbeiten. Wir wissen einfach nicht, wie die Bedingungen zu diesem Zeitpunkt waren. Daher wird letztendlich keine Wissenschaft eine abschließende Aussage zu dem Anfang der Erde machen können. Das kann nur Gott. Ihm dürfen wir in allem vertrauen.

Ein Argument, das gegen die biblischen Aussagen angeführt wird, ist, dass diese Aussagen nicht falsifizierbar, bestätigbar oder widerlegbar seien. Das ist in gewissem Sinn wahr. Aber das ist für Christen kein Problem, weil sie nicht sagen, dass die biblische Aussage eine wissenschaftliche sei. Dennoch arbeiten Kreationisten mit bestimmten Modellen, die eben doch falsifizierbar sind. In diesem Sinn handelt es sich um eine Wissenschaft.

Leider sind wir heute so weit, dass selbst die Evangelische Kirche Deutschlands meint, Evolution und Schöpfung seien miteinander vereinbar. Wer ein wenig verstanden hat, was Schöpfung Gottes bedeutet, wird an einer solchen Überzeugung nicht festhalten können.

„Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündet seiner Hände Werk“ (Ps 19,2).