14.07.2008 Persönlicher Glaube | Ehe & Familie

Anregungen für Verlobte (58) – Abtreibung VI

Vorweg noch einmal der Überblick, wie wir das Thema insgesamt angehen: Ich habe es in fünf Abschnitte eingeteilt:

 

1. Was ist Abtreibung in den Augen Gottes? Was ist von dem Begriff zu halten?

2. Was kann einen dazu führen abzutreiben?

3. Alternativen zur Abtreibung

4. Was kann man machen, wenn man abgetrieben hat?

5. Was können wir als Hilfe solchen gegenüber tun, die abgetrieben haben?

 

Wir hatten dann 10 Gründe gesehen, die im Allgemeinen angeführt werden, um eine Abtreibung zu erklären.

 

1. Leider habe ich vergessen zu verhüten. Ein Kind passt jetzt nicht in meine Zeit- und Karriereplanung.

2. Mein Bauch gehört mir. Ich selbst darf entscheiden, ob und wann ich ein Kind zur Welt bringe oder nicht.

3. Konnte ich ahnen, was aus diesem one-night-stand hervorkommt?

4. Ich gehe noch zur Schule und bin zu jung, als dass ich Verantwortung für ein Kind übernehmen könnte.

5. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit diesem Partner mein Leben auf Dauer verbringen will. Daher will ich lieber noch warten und sicher werden.

6. Mir ist bescheinigt worden, dass das Kind schwer behindert ist.

7. Wir haben schon 10 Kinder. Mehr schaff ich einfach nicht.

8. Ich bin vergewaltigt worden.

9. Das Leben der Mutter steht auf dem Spiel

10. Ich will das Kind nicht!

 

Man mag nun fragen: Wenn nicht Abtreibung, was denn dann?

 

Kinder – ein Geschenk Gottes

Die erste Antwort ist recht „trivial“. Und doch ist sie sehr entscheidend: das Kind aus der Hand Gottes annehmen. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn der Frauenarzt meiner Frau gesagt hat: „Kinder sind ein Geschenk Gottes.“ Nicht über jedes Geschenk kann man sich sofort zu 100% freuen. Manchmal bedarf es einer gewissen Zeit, um sich wirklich auf ein Kind freuen zu können. Wer jedoch Mütter erlebt hat, die ihr Kind in den Armen halten, sieht (fast) immer großes Glück in ihren Augen. Auch bei solchen Frauen, die zunächst mehrfach schlucken mussten, um ein solches Geschenk wirklich anzunehmen.

Gott hat eine Verheißung für die Kinder der Gläubigen gegeben: „In der Furcht des Herrn ist ein starkes Vertrauen, und seine [dessen, der den Herrn fürchtet] Kinder haben einen Zuflucht“ (Spr 14,26). Gott steht Kindern als Zufluchtsstätte zur Verfügung. Gerade Kindern, die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Und auch ihren Müttern, die in Not sind. Waren es nicht die Mütter, die mit ihren Kindern zu Jesus kamen? Er hat sie nicht von sich gewiesen, sondern an- und aufgenommen.

Wir dürfen auch daran denken, wie Lea ihre Kinder voller Dankbarkeit angenommen hat. Sie hat sicher nicht in leichten Umständen gelebt. Natürlich ist auch wahr, dass sie ihre Kinder als Waffe gegen Rahel eingesetzt hat, was nicht gut war. Und doch sehen wir bei ihr, wie sie jedes Kind als ein Geschenk von oben angenommen hat.

Wir dürfen wissen, dass wir mit Aufgaben wachsen. Das hat Gott so in die menschliche Natur gelegt, dass eine zusätzliche Aufgabe, und wenn sie noch so schwer ist, oftmals dazu führt, dass man auf einmal in der Lage ist, Dinge zu bewältigen, die man sich vorher nicht zugetraut hat. Natürlich ist auch wahr, dass dies zur Grundlage hat, dass man ein Leben mit dem Herrn Jesus führt und Ihm alles anvertraut, Ihn um Hilfe bittet. Aber wollen wir das nicht alle tun?