04.07.2008Prophetie

Menschen- oder Gotteswerk? – 60 Jahre Israel

Am 14. Mai 1948 versammelte sich der Jüdische Nationalrat im Stadtmuseum von Tel Aviv. Unter einem Porträt des Begründers der zionistischen Bewegung, Theodor Herzl, verlas David Ben Gurion, Sohn des Rechtsanwalts Avigdor Grün, der eine zionistische Organisation 1 Als Zionismus (von Zion, das auch in der Bibel oft als Synonym für Israel verwendet wird) wird die jüdische Nationalbewegung bezeichnet, die sich infolge des europäischen Antisemitismus um 1880 politisch zu organisieren begann und einen eigenen jüdischen Nationalstaat, überwiegend in Palästina, anstrebte. Der jüdische Journalist Nathan Birnbaum aus Wien prägte 1890 den Begriff. Parallel zu dem politischen Zionismus entstand ein jüdischer und christlicher Zionismus. Letzterer ist bereits Ende des 19. Jahrhunderts nachzuweisen und versucht, auf theologische Weise den politischen Zionismus zu unterstützen. führte, und Gründer der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Israels, die Unabhängigkeitserklärung Israels. Der neue (und doch alte) Staat Israel war gegründet. Nur einige Minuten nach dieser Erklärung erkannten die Vereinigten Staaten von Amerika durch US-Präsident Harry S. Truman den neuen Staat an, die Sowjetunion folgte am 16. Mai.

 

Ein Wunder nach über 2.300 Jahren

Das 60-jährige Bestehen des modernen Israel wurde in diesem Jahr bereits groß gefeiert. Viele Christen haben daran regen Anteil genommen. Tatsächlich ist es beeindruckend, dass nach über 2.000 Jahren wieder ein Staat Israel entstanden ist. Mit der Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch den babylonischen Herrscher Nebukadnezar (586 v. Christus) hatte der Staat Israel praktisch aufgehört zu existieren (vgl. 2. Kön 25). Das Nordreich der 10 Stämme war sogar schon vorher durch die Assyrer aufgelöst worden (722 v. Chr; vgl. 2. Kön 17). Das Südreich Juda ging dann knapp 150 Jahre später unter.

Wir wissen aus der Bibel und aus der Geschichte, dass ein ganz kleiner Teil der zwei Stämme Juda und Benjamin, die das Südreich gebildet haben, in den Jahren 538, 458 und 445 v. Chr. nach Jerusalem zurückgekehrt sind. Aber sie blieben unter persischer und später griechischer sowie römischer Herrschaft, so dass seit dieser Zeit kein souveräner Staat Israel mehr existierte.

Umso erstaunlicher, dass im Jahre 1948 eines der ganz alten Völker wieder zu einem eigenen Staat zusammenfand. Und das, obwohl es nicht nur unter Hitler, sondern auch vorher immer wieder große Anstrengen gegeben hat, die Juden vollständig auszurotten. Aber Gott hat die Juden, die einmal „mein Volk“ (hebr. „Ammi“, vgl. Hos 2,25) waren und es in seinen Ratschlüssen auch blieben (vgl. Röm 11,1: „sein Volk“), weil Er noch Großes mit ihnen vorhat, vor einem solchen Aussterben bewahrt.

 

Die göttlichen Vorhersagen über Israel im Alten Testament

Für uns Christen ist die Entstehung des Staates Israels nicht überraschend, denn Gott hat das im Alten Testament längst bezeugt. Eine der dafür wesentlichen Weissagungen findet man in Hesekiel 36 und 37 (sogar schon in 5. Mo 30,3–5). Kapitel 36 zeigt die nationale Wiederherstellung Israels, Kapitel 37 spricht von der moralischen, inneren Wiederherstellung dieses Volkes.

„Darum weissage vom Land Israel … Ihr aber, Berge Israels, ihr sollt meinem Volk Israel eure Zweige treiben und eure Frucht tragen, denn sie sind nahe daran zu kommen. Denn siehe, ich will zu euch kommen, und ich will mich zu euch wenden, und ihr sollt bebaut und besät werden. Und ich werde die Menschen auf euch vermehren, das ganze Haus Israel insgesamt; und die Städte sollen bewohnt und die Trümmer aufgebaut werden. Und ich werde Menschen und Vieh auf euch vermehren … Menschensohn, das Haus Israel wohnte in seinem Land, und sie verunreinigten es durch ihren Weg und durch ihre Handlungen; ihr Weg war vor mir wie die Unreinheit einer unreinen Frau … Und ich versprengte sie unter die Nationen, und sie wurden in die Länder zerstreut … Aber es tat mir Leid um meinen heiligen Namen, den das Haus Israel entweiht hat unter den Nationen, wohin sie kamen. Darum sprich zum Haus Israel: So spricht der Herr, Herr: Nicht um euretwillen tue ich es, Haus Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entweiht habt unter den Nationen, wohin ihr gekommen seid. …

Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch sammeln aus allen Ländern und euch in euer Land bringen. Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von allen euren Unreinheiten und von allen euren Götzen werde ich euch reinigen. Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechte bewahrt und tut. Und ihr werdet in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe; und ihr werdet mein Volk, und ich werde euer Gott sein“ (Hes 36,6–32).

Ich habe ausnahmsweise einen langen Bibelabschnitt zitiert, um zu zeigen, wie das Alte Testament in sehr ausführlicher Weise das vorhergesagt hat, was vor 60 Jahren seinen Anfang genommen hat. Wenn wir dieses Kapitel in Hesekiel lesen, lernen wir unter anderem Folgendes:

 

Welche Botschaften enthält Hesekiel 36?

1.    Die Propheten sind hochinteressant! Nicht an jeder Stelle finden wir solche geschichtlichen Vorhersagen, die uns schon beim Lesen faszinieren. Aber an manchen Stellen – wie hier – ist die Bibel wirklich spannend zu lesen. Abgesehen von dem viel wichtigeren moralischen Inhalt jedes Bibelabschnitts.

2.    Israel nimmt in der alttestamentlichen Prophetie den zentralen Platz ein, wenn wir von den messianischen Weissagungen einmal absehen.

3.    Schon im Alten Testament hat Gott immer wieder die Zerstreuung Israels unter die vielen Nationen vorhergesagt. Schon in 5. Mose 28,63.64 spricht Mose im Auftrag Gottes von dieser Zerstreuung, die auch Hesekiel hier noch einmal bestätigt. Aber auch die Rückführung in das eigene Land wird in diesem Buch bereits angekündigt (5. Mo 30,3 ff.).

4.    Der Beginn der Erfüllung alttestamentlicher Weissagungen liegt nicht notwendigerweise erst nach der Entrückung der Versammlung (Gemeinde, Kirche). Diese ist kein Thema des Alten Testaments und auch nicht Gegenstand der Prophetie und kommt daher bei diesen Fragen nicht direkt in Betracht. Es ist wahr, dass die vollständige Erfüllung dieser Weissagungen noch zukünftig ist. Aber das, was in den vergangenen 60 Jahren passiert ist, ist der Anfang der Erfüllung der Prophetie zum Beispiel von Hesekiel 36 und 37.

5.    Es war nie der Gedanke Gottes, sein Volk nur äußerlich wiederherzustellen. Die äußere Wiederherstellung muss immer mit einer inneren Erneuerung einhergehen. Sonst hat sie für Gott keinen Wert. Dafür wirkt der Geist Gottes an den Herzen der Juden, um sie wieder zu dem Volk Gottes zu machen (vgl. Hos 2,3).

6.    Gott wird über sein irdisches Volk den Geist Gottes ausgießen (vgl. Joel 3,1). Das bleibt keine rein äußerliche Sache. Er wird seinen Geist „in euch geben, dass ihr lebet“ (Hes 37,14) – durch Ihn werden sie neues, ewiges Leben erhalten. Das ist ein gewaltiger Segen und ein Bekenntnis Gottes zu seinem irdischen Volk. Wir Christen besitzen jedoch heute schon etwas noch Größeres: Der Geist Gottes wohnt als Person in jedem Gläubigen (1. Kor 6,19) und auch in der Versammlung als Ganzer (1. Kor 3,16).

7.    Gott handelt um seines eigenen Namens willen. Er kann es um seiner selbst willen nicht zulassen, dass das Volk, das Er selbst ausgewählt und abgesondert hat, in einem unheiligen Zustand verbleibt, der seiner eigenen Heiligkeit entgegengesetzt ist. Daher wird Er sein Volk, das Er liebt, auch wieder innerlich zurecht bringen.

 

Israel lebt heute im Unglauben

Bis es dahin kommt, ist aber noch ein gutes Stück Arbeit nötig. Gerade dieser Tage habe ich einen ausführlichen Austausch mit einem Juden gehabt. Von der Einsicht, dass die Juden ihren eigenen Messias ans Kreuz gebracht haben, ist nichts zu spüren. Im Gegenteil. Alles, was wir im Neuen Testament von dem Herrn lesen, wird als Irreführung gesehen. Jesus sei nicht der Messias gewesen – der komme erst noch. Und Paulus und die anderen Apostel hätten eigene, philosophische Lehren gebracht. Gott habe nur die eine Religion gebracht – das Judentum. Damit bestätigt dieser Jude die Worte des Apostels Paulus: „Aber ihr Sinn ist verhärtet worden, denn bis auf den heutigen Tag bleibt beim Lesen des alten Bundes dieselbe Decke unaufgedeckt, die in Christus weggetan wird. Aber bis auf den heutigen Tag, wenn irgend Mose gelesen wird, liegt die Decke auf ihrem Herzen. Wenn es aber zum Herrn umkehren wird, so wird die Decke weggenommen“ (2. Kor 3,14–16).

Erst dann, wenn das Volk beginnt, sich zu besinnen, dass es den eigenen König an das Kreuz gebracht hat, dass sie Ihn durchbohrt haben (vgl. Sach 12,10), wird die Decke von ihrem Herzen genommen werden, so dass sie wieder klar und weit sehen können. Das ist heute noch nicht der Fall. Zwar ist der Staat Israel inzwischen schon 60 Jahre alt. Aber er ist nicht auf der Grundlage echten Glaubens gebildet worden. Oder, um noch einmal mit Hesekiel zu sprechen: Der Körper, die Gebeine rücken zusammen. Aber noch ist kein Odem in diesen Körper gekommen, er ist in den Augen Gottes noch nicht wieder lebendig geworden.

 

Ein Getöse von Knochen und Gebeinen

„Da entstand ein Geräusch, als ich weissagte, und siehe, ein Getöse: Und die Gebeine rückten zusammen, Gebein an Gebein. Und ich sah: Und siehe, es kamen Sehnen über sie, und Fleisch wuchs, und Haut zog sich darüber obenher; aber es war kein Odem in ihnen. Und er sprach zu mir: Weissage dem Odem, weissage, Menschensohn, und sprich zu dem Odem: So spricht der Herr, Herr: Komm von den vier Winden her, du Odem, und hauche diese Getöteten an, dass sie lebendig werden! Und ich weissagte, wie er mir geboten hatte; und der Odem kam in sie, und sie wurden lebendig und standen auf ihren Füßen, ein überaus großes Heer“ (Hes 37,7–10).

Der Odem – das ist an dieser Stelle ein Symbol für das geistliche Leben unter Gottes guter Hand, das der Heilige Geist seinem Volk wieder neu einhauchen wird – wird erst über das Volk Israel kommen, wenn es durch eine schwere Drangsalszeit hindurch gereinigt worden sein wird. Das ist es, wovon schon Johannes der Täufer weissagend sprach: „Ich zwar taufe euch mit Wasser zur Buße; der nach mir Kommende aber ist stärker als ich, dem die Sandalen zu tragen ich nicht wert bin; er wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen; dessen Worfschaufel in seiner Hand ist, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer“ (Mt 3,11.12).

 

Die große Drangsal für Israel

Gott wird seinen Geist, den Geist Gottes, über das Volk Israel ausschütten, es mit dem Heiligen Geist taufen (vgl. Joel 3,1.2). Er wird wieder wahres Leben in seinem Volk bewirken. Zuvor aber muss Er das Volk züchtigen und reinigen, damit die wahren Gläubigen offenbar werden. Diese Drangsalszeit, von der wir in Matthäus 24,15–31 lesen, muss furchtbar sein. Johannes vergleicht sie mit der Taufe mit Feuer. Joel spricht in Kapitel 3,3.4 ebenfalls von Blut und Feuer und Rauchsäulen. Diese Zeit ist ebenfalls noch zukünftig. Es handelt sich um dreieinhalb Jahre furchtbaren Gerichts, die dadurch eingeleitet werden, dass Satan aus dem Himmel geworfen wird (Off 12,9) und das Gräuelbild des Römischen Kaisers durch den Antichristen in den Tempel in Jerusalem gestellt wird (Mt 24,15; Off 13,14.15).

Diese Gerichte werden so furchtbar sein, dass kein Mensch sie überleben könnte, wenn der Herr diese Zeit nicht auf dreieinhalb Jahre verkürzt hätte (Mt 24,22). Nur diejenigen, die den Namen des Herrn anrufen werden, haben Hoffnung und werden errettet werden (Joel 3,5). Diese Rettung meint sicher in erster Linie eine Rettung für den Herrn, schließt aber für meisten (bis auf die Märtyrer) auch eine Rettung vor dem leiblichen Tod mit ein. Viele, die heute jüdischen Glaubens sind, werden nicht dazu gehören können. So, wie vielleicht mein Gesprächspartner, mit dem ich über die Errettung in dem Herrn Jesus gesprochen habe – er lehnt sie bis jetzt noch ab. Für solche Menschen gibt es keine zweite Chance (vgl. 2. Thes 2,11.12).

Welcher Weg steht denn heute den Juden und Israeliten offen? Es gibt heute nur die eine Möglichkeit, zu Gott zu kommen: „Gott gebietet jetzt den Menschen, dass sie alle überall Buße tun sollen“ (Apg 17,30). Heute geht es darum, Jesus Christus als Retter und Herrn anzunehmen. Einen anderen Weg bietet Gott heute niemandem an, denn das wäre Verrat an seinem Sohn, der genau dafür an das Kreuz von Golgatha gegangen ist, auch, um sein Volk von ihren Sünden zu erretten (vgl. Mt 1,21).

 

60 Jahre Erfolgsgeschichte?

60 Jahre Israel – eine Erfolgsgeschichte? Ja und nein. Politisch gesehen haben die Israelis manche erstaunlichen Siege feiern können. Aber macht das einen Erfolg aus, der als solcher auch aus der Sicht Gottes zu bezeichnen ist? Nein, das kann man nicht sagen. Denn bislang handelt es sich um ein ungläubiges Volk, das zwar nationale Interessen vertritt, nicht aber diejenigen Gottes. Ganz abgesehen davon, wie die Israelis mit den Palästinensern bis heute umgehen, was nicht von einer vertretbaren Moral zeugt (ohne die terroristische Behandlung der Israelis durch die Palestinänser zu übersehen.

Für viele Juden gilt, was leider auch für die Christen wahr ist, die sich nur äußerlich zum Christentum bekennen: Gott spielt keine Rolle in ihrem Leben. Sie nehmen zwar an den vorgeschriebenen Festen teil, tun dies jedoch ohne innere Überzeugung.

Dennoch spüren wir die wunderbare Hand Gottes hinter der Geschichte. Er lenkt alles. Und Er wird dafür sorgen, dass es einmal eine „Erfolgsgeschichte Israels“ geben wird. Denn das Volk wird zur Umkehr kommen. Und diejenigen, die sich zu ihrem Messias bekehren, werden das neue Volk ausmachen, von dem Paulus schreibt: „Und so wird ganz Israel errettet werden“ (Röm 11,26). Längst nicht alle Juden und Israeliten werden dazugehören. Aus Sacharja 13,8 wissen wir, dass zwei Drittel in der Drangsalszeit umkommen werden, weil sie in ihrem Unglauben verharren. Aber alle, die den Messias annehmen, werden das neue, das ganze Israel, das Volk Gottes darstellen.

Wir brauchen also heute keine unnüchterne Israel-Begeisterung für die Israeli-Flagge entwickeln und möglichst jährlich in dieses Land fahren, das wohl von Martin Luther „gelobtes Land“ genannt wurde (weil es Abraham und seinen Nachfahren verheißen wurde). Heute jedenfalls gibt es nicht viel zu loben dort. Zwar haben die Juden einen Vorteil (Röm 3,1), aber keinen Vorzug (Röm 3,9). Denn heute ist Israel kein Volk Gottes. Heute stellt die Versammlung, die aus allen gläubigen Christen besteht, das Volk Gottes auf der Erde dar (vgl. 1. Pet 2,10), wobei dieser Ausdruck „Volk (Gottes)“ nur zwei- oder dreimal überhaupt auf die heutige Zeit bezogen wird.

Wenn wir an die Zukunft Israels denken: Welch ein bedeutsamer Augenblick wird das für den Herrn Jesus sein, wenn Er inmitten des Volkes, das Ihn an das Kreuz gebracht hat, einmal als König und Herr angenommen wird! Wenn sie Ihm ihre Sünden bekennen und danken werden, dass Er es vollbracht hat (Ps 22,32). Wir werden das erleben, weil wir mit dem Herrn Jesus aus dem Himmel kommen werden, um an seiner Freude Anteil zu haben.

Manuel Seibel

 

Empfehlung: Beim Herausgeber von „Folge mir nach“ gibt es zwei Vortrags-CDs über dieses Thema: Arend Remmers, Biblische Zukunftsperspektiven, a) Europa – wohin? b) Israel – wie geht es weiter? (7,50 Euro).


Fußnoten:

1 Als Zionismus (von Zion, das auch in der Bibel oft als Synonym für Israel verwendet wird) wird die jüdische Nationalbewegung bezeichnet, die sich infolge des europäischen Antisemitismus um 1880 politisch zu organisieren begann und einen eigenen jüdischen Nationalstaat, überwiegend in Palästina, anstrebte. Der jüdische Journalist Nathan Birnbaum aus Wien prägte 1890 den Begriff. Parallel zu dem politischen Zionismus entstand ein jüdischer und christlicher Zionismus. Letzterer ist bereits Ende des 19. Jahrhunderts nachzuweisen und versucht, auf theologische Weise den politischen Zionismus zu unterstützen.