08.06.2008Persönlicher Glaube

Public Viewing – eine Herausforderung zur EM?

„Aber diesmal ohne mich.“ „Wie – Du gehst nicht mit- Wir sind doch Christen und wollen zusammen hingehen. Ist doch eine klasse Gelegenheit, Gemeinschaft zu haben. Und wir können zeigen, dass man auch als Christ vernünftig bleiben kann.“ „Nee, für Fußball kann ich mich zwar begeistern, aber als Christ gibt es diesmal kein Public Viewing. Und auch keine Kneipe mit Live-Übertragung.

Denn

  • ich will mein Leben zu Ehre Gottes Leben. Gemeinschaft mit Ungläubigen - sei es auch nur für das Spiel und evtl. ein Bier danach ... - das lasse ich besser. Das ist doch keine wirkliche Gemeinschaft! „Welches Teil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen-“ (2. Kor 6,15). „Petrus aber folgte Jesus von weitem bis zu dem Hof des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Dienern“ (Mt 26,58).

  • ich glaube nicht, dass man das "Gemeinschaft" nennen kann, wenn wir als junge Christen gemeinsam zu solch einem Public View gehen. "Tut alles zur Ehre Gottes" (1. Kor 10,31) - ist das wirklich zur Ehre Gottes- Und was bedeutet Gemeinschaft mit Christen eigentlich- Gemeinsam Fußball feiern- Wo ist der Herr dabei-

  • ich will mich nicht in Gefahr bringen. Leicht bekleidete Frauen, locker und befreit. Da traue ich mir nicht zu, dass ich innerlich in Gedanken immer standhalten kann. „Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; denn alles, was in der Welt ist, die Lust des Fleisches, die Lust der Augen … ist nicht von dem Vater, sondern ist von der Welt“ (1. Joh 2,15.16).
  • ... Alkohol und Fußballjubel. Das lasse ich besser auch. Zu viele Bibel-Verse und -beispiele sprechen dagegen. „Wer hat Ach, wer hat Weh, wer Zänkereien, wer Klage, wer Wunden ohne Ursache, wer Trübung der Augen- Die spät beim Wein sitzen, die einkehren, um Mischtrank zu kosten …“ (Spr 23,29–35).

  • ich will ein Zeugnis sein. Mich erschüttert immer noch die Tatsache, wie wohl die muslimische Welt auf unsere „christliche“ Welt blickt. Was für einen Eindruck wird sie von Public View erhalten: Fußball-geil, z.T. unsittlich gekleidet und dazu Bier und mehr-!-! Kein Wunder, dass „unsere“ Botschaft nichts mehr hat. „Sei ein Vorbild der Gläubigen in Wort, in Wandel, in Liebe, in Glauben, in Reinheit“ (1. Tim 4,12).

  • in der Masse tauche ich als Christ total unter und merke, da sollte ich nicht mitmachen. (In einem Lied heißt es: „Sei, ein lebend’ger Fisch, schwimme doch gegen den Strom …“)

  • ... usw.

Fußball macht Spaß. Und es begeistert Millionen. Doch diesmal mache ich nicht mit. Es würde mein Zeugnis als Christ lächerlich machen und mich zudem in Gefahr bringen. Aber ich will die Zeit nutzen, den Menschen, die zu diesen Public Viewing-Plätzen gehen, das Evangelium weiterzusagen. Auch sie sind Menschen, die verloren gehen. Daher kann ich ihnen durch einen Flyer oder ein Neues Testament die gute Botschaft weitergeben. Das ergibt echten Sinn.

Es geht auch ohne diesen Event. Kein Public Viewing für mich. Zur Ehre Gottes. Versprochen-!