06.06.2008 Persönlicher Glaube | Gute Botschaft

Jürgen W. Möllemanns Todessprung vor 5 Jahren – Selbstmord

Immer wieder werden wir mit dem Thema „Selbstmord“ konfrontiert. Manchmal sind es uns nahestehende Personen, die diesen Weg aus dem Leben wählen. Zuweilen sind es auch bekannte Persönlichkeiten - wie eben vor fünf Jahren, die das Thema des Selbstmordes in die Öffentlichkeit tragen. Häufig geht es um soziale, materielle (wirtschaftliche) oder gesundheitliche – manchmal auch um rein geistige oder theologische – Probleme. Man sieht keinen anderen Ausweg mehr - als den „Frei“-Tod. Aber ist dieser wirklich ein „guter“ Ausweg?

Hat der Mensch das RECHT zu diesem Ausweg?

Natürlich kann man menschlich verstehen, dass ein kranker Mensch, der ständig unter Schmerzen leidet, seinem Leben ein Ende setzen will, um diese Leiden zu beenden. Oder ein Mensch, der für sich und seine „Sache“ keinen Ausweg meint, sehen zu können. Aber hat ein Mensch überhaupt das Recht zu diesem „Ausstieg“? Wir haben schon an anderer Stelle dieses Thema aufgegriffen, als wir über aktive Sterbehilfe/Euthanasie nachgedacht haben.

Aus Kolosser 1,16 wissen wir, dass der Herr Jesus alles nicht nur einfach geschaffen, sondern für sich geschaffen hat. Alles, auch unser biologisches Leben, besteht durch Ihn, der ein Erhalter aller Menschen ist (1. Tim 4,10). Wenn ich mir mein eigenes Leben nehme, dann greife ich in die Rechte meines Schöpfers ein, der allein Autorität besitzt, Leben zu geben und zu nehmen. Das zeigt deutlich, dass es einen „Frei“-Tod gar nicht gibt - es ist Ungehorsam gegenüber Gott und seinem Sohn, Jesus Christus, selbst wenn Gott einen solchen Selbstmord zulässt.

Selbstmörder in der Bibel

Wir finden in der Bibel übrigens nur Selbstmörder, bei denen wir keinen Hinweis auf einen persönlichen Glauben an Gott finden. Es sind Abimelech (Ri 9,54), Saul (1. Sam. 31,4), Ahitophel (2. Sam 17,23), Simri (1. Kön 16,18.19) und Judas (Mt 27,5).

Das heißt nicht, dass es heute nur Selbstmörder gäbe, die nicht an den Herrn Jesus glauben! Aber sie stellen sich gewissermaßen auf eine Stufe mit den Menschen, die in der Bibel kein Anzeichen auf ein Leben mit Gott geben.

Mit Selbstmord in den ewigen Feuersee?

Aber Menschen, die kein neues Leben besitzen, nehmen sich die letzte Chance, der ewigen Verdammnis, die in der Bibel „der Feuersee“ genannt wird, zu entrinnen. Und wer an diesen Ort kommt, wird ihn nie wieder - NIE WIEDER - verlassen können! Daher sollte man jedem, der in Gefahr steht, einen Selbstmord zu begehen, das Evangelium von Jesus Christus verkündigen!

Menschen, die ewiges Leben und einen Retter in Jesus Christus besitzen, werden in der Bibel aufgefordert, auszuharren. Uns wird das "Ausharren Hiobs" vorgestellt, der schlimmste Krankheiten aushielt. Denn das Ende für ihn war gut, denn er – und wir auch - besaß einen Herr voll innigen Mitgefühls, der barmherzig ist (Jak 5,11). Auch Paulus schreibt: "Denn das schnell vorübergehende Lichte unserer Trübsal bewirkt uns ein über jedes Maß hinausgehendes, ewiges Gewicht von Herrlichkeit" (2. Kor 4,17).

Ausharren ist gefragt! Wie schwer es auch fällt ...

Es ist wahr: Dies ist leichter geschrieben als praktiziert. Und manchmal gibt es - menschlich gesprochen - auch keine Besserung z.B. bei Krankheiten. Aber unser Herr Jesus Christus darf uns auch hier Ansporn sein: Er hat die Prüfungen Gottes und schlimmste Schmerzen von Seiten der Menschen bis zum Äußersten erduldet - bis in den Tod.

„Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt“ (1. Pet 2,21).