18.02.2003 Persönlicher Glaube

Abseits der Piste

Immer nur in der Spur bleiben ist langweilig. Man muss doch auch mal etwas rechts und links gucken, muss informiert sein. Nicht immer so weltfremd mit Scheuklappen durch die Gegend gehen. Wie leicht kommen wir aber dabei von der Piste ab. Ein Schritt zu weit nach links und wir haben eine Lawine losgetreten, die wir nicht mehr selber aufhalten können. Und dabei gefährden wir nicht nur uns selber, sondern auch andere.

Nur ein Schritt daneben

Gott sagt in seinem Wort: “nur ein Schritt ist zwischen mir und dem Tode!“ (1.Sam. 20,3) Manchmal reicht ein Schritt um voll daneben zu liegen. Meistens bedenkt man die Folgen nicht und wundert sich im Nachhinein über die großen Auswirkungen dieses -wie man meinte- „nur einen Schrittes“ in die verkehrte Richtung.

Warnung nicht ernst genommen

Jedes Jahr sterben einige Menschen in den Bergen, weil sie die Warnschilder nicht beachten und meinen, schon alleine zu wissen, was sie (tun) können. Auch die Warnhinweise im Radio über Wetter und Lawinen werden nicht erst genommen. „Die liegen oft genug daneben, außerdem sieht es doch gar nicht nach Lawinen aus“, so oder ähnlich könnte einen Antwort aussehen.

Auch wir kenne solche Warnhinweise. Oft gibt Gott uns durch irgend jemanden einen Hinweis, oder durch eine Begebenheit eine Absperrung - beachten wir diese Hinweise, oder wollen wir einfach den „Kick“ und mal so richtig durch meterhohen unberührten Neuschnee fahren?
Außerdem hat Gott uns das beste Warnschild gegeben, das es überhaupt gibt: die Bibel. Wir müssen sie nur lesen und beachten. Denn, was nützt das größte Schild, wenn es nicht beachtet wird oder so zugeschneit ist, dass die Leute es nicht mehr erkennen. Gottes Wort ist für alle verständlich und immer gut sichtbar.

Gerettet - in letzter Sekunde

Der Sohn in Lukas 15, der sich das Erbe von seinem Vater hat auszahlen lassen, um es dann mit vermeintlichen Freunden auszugeben, ist nicht nur einen Schritt, sondern völlig in die falsche Richtung gelaufen. Aber als er zum Schluss völlig am Boden war - denn tiefer ging es nicht mehr, er ernährte sich schon von dem, was die Schweine fraßen - konnte er gerettet werden: Sozusagen in letzter Sekunde.

Es gibt einen Weg zurück - immer!

Aber dieses Gerettet werden bedeutete ein zurück zu dem Ausgangspunkt, zu seinem Vater. Und es bedeutete, klar zu sagen, was er falsch gemacht hatte: „Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir“ (Lk 15,21). Ja, ein Schritt in die falsche Richtung, auf verbotenes Gebiet, ist Sünde und kann nur durch Richtungswechsel und durch Bekenntnis wieder in Ordnung gebracht werden.

Es gibt einen Weg zurück - immer, egal wie viele Schritte wir in die falsche Richtung gegangen sind.

Trotzdem dürfen wir Gott nicht herausfordern. Er gibt uns immer Warnschilder, und auch die Möglichkeit der Rückkehr, aber Er hat uns auch unseren Verstand gegeben. Wenn wir absolut nicht auf Ihn hören wollen, lässt Er uns auch laufen, wenn es sein muss bis zu den Schweinen.

Wir wollen uns also bei einem Schritt, der uns nicht klar ist, zuerst nach Warnschildern umschauen, sprich Gott um Klarheit bitten. Damit wir nicht einen falschen Schritt tun und von der Piste, auf der Gott uns haben will, abkommen.