26.04.2008 Jesus Christus / Gott | Matthäus

Der Nazaräer

König Herodes hatte in Jerusalem davon gehört, dass der König der Juden geboren worden war. Das hatte ihn so bestürzt, dass er versuchte, diesen vermeintlichen Nebenbuhler umzubringen. Er wusste nur ungefähr, wie alt dieses Kind war. Daher ließ er alle männlichen Kinder bis zu einem Alter von zwei Jahren in dieser Gegend umbringen.

Zuvor hatte ein Engel Joseph vor diesem Mordanschlag gewarnt. Daher war Joseph mit dem Kind und Maria nach Ägypten geflohen. Kurze Zeit später brach die Ewigkeit für Herodes an – er starb. So konnte Joseph mit seiner Familie nach Israel zurückziehen. Sie ließen sich in Nazareth nieder.

Gott führte das so, weil die Worte der Propheten erfüllt werden sollten, dass Christus Nazaräer genannt würde. Eine konkrete Weissagung dieser Art suchen wir vergeblich im Alten Testament. Eines aber finden wir: Genauso, wie Nazareth eine Stadt war, auf die man in Israel verächtlich herabschaute, war von den Propheten angekündigt worden, dass der Messias in Israel ein Verachteter sein würde.

Denken wir nur an die bekannten Worte in Jesaja 53: “Er war verachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut” (Vers 3). Das ist der Herr Jesus. Wir lesen davon, wie sein Volk keinen Platz für Ihn hatte, sondern Ihn ans Kreuz brachte. In seiner eigenen Familie glaubte man nicht an Ihn. Die Führer des Volkes Israel versuchten Ihn wiederholt, um Ihn zu Fall zu bringen. Selbst seine Jünger verstanden Ihn nicht.

Die Erde wollte Ihn nicht – in den drei Stunden der Finsternis war sogar der Himmel vor Ihm verschlossen. Unser anbetungswürdige Retter ist freiwillig diesen Weg der Verachtung gegangen, um am Ende zwischen Himmel und Erde am Kreuz zu hängen und Sühnung zu tun.