03.09.2007 Apostelgeschichte | Persönlicher Glaube | Gute Botschaft

Verhandelt man über einen Bekehrungskodex? Was heißt Bekehrung eigentlich?

Führende Repräsentanten der evangelikalen Bewegung haben sich optimistisch über die Möglichkeit geäußert, zu einem allgemein anerkannten christlichen Verhaltenskodex für Bekehrung zu kommen. Erstmals beteiligten sich Vertreter der missionarisch gesinnten Evangelikalen an einem gemeinsamen Studienprozess von Vatikan und Ökumenischem Rat der Kirchen (ÖRK). An der Veranstaltung nahmen rund 30 katholische, orthodoxe, protestantische, pfingstkirchliche und evangelikale Theologen/innen und Führungspersönlichkeiten aus Kirchen in Europa, Asien, Afrika und den Vereinigten Staaten teil. . Ein Teilnehmer war der deutsche Theologieprofessor Thomas Schirrmacher (Bonn) als Vertreter der Weltweiten Evangelische Allianz. Schirrmacher hat wohl grundsätzlich Unterstützung für einen Verhaltenskodex signalisiert. Ein Verhaltenskodex, der nicht vor 2010 erwartet wird, müsse eine schwierige Grenze zwischen unangemessenen und legitimen Formen der Bekehrung ziehen, die unter dem Schutz der Religionsfreiheit stünden.

Man fragt sich, warum man unter anderem zum Thema „Bekehrung“ einen Verhaltenskodex gemeinsam erarbeiten muss, wo die Bibel sehr klar zu diesem Thema Stellung bezieht. Offenbar ist es notwendig, die unterschiedlichen Gemeindeauffassungen zu diesem Thema von der Römisch-Katholischen Kirche hin zur Protestantischen, von den charismatischen Gemeinden hin zu konservativen Gruppen übereinzubekommen. Warum nimmt man nicht einfach das, was die Bibel über Bekehrung sagt, um das den Menschen vorzustellen – ob in Deutschland oder den USA, ob in Kamerun oder Indien?

1. Bekehrung: Sünden werden ausgetilgt

Apostelgeschichte 3,19: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden.“

Bekehrung bedeutet, dass man eine Kehrtwende im Leben macht, weg von den Sünden. Das geht nur mit Buße, damit, dass man traurig ist über das eigene Leben und die begangenen Sünden, so dass man sie Gott bekennt und davon lässt.

2. Bekehrung: Hinwenden zum Herrn Jesus Christus


Apostelgeschichte 9,35: „Und es sahen ihn alle, ... die sich zu dem Herrn bekehrten.“

Bekehrung bedeutet nicht nur, dass man sich von dem eigenen, bösen Lebenswandel wegwendet, sondern dass man sich zu jemandem hinwendet, zu einem neuen Herrn. Man findet Frieden nur dem Herrn Jesus Christus. Er ist am Kreuz für Sünder gestorben. Nur wer Ihn als Retter annimmt, wer anerkennt, dass Christus ganz persönlich für die eigenen Sünden gestorben ist, ist wirklich bekehrt.

3. Bekehrung: Wegwenden von Götzen – Hinwenden zu Gott


Apostelgeschichte 14,15: „Dass ihr euch von diesen nichtigen Götzen bekehren sollt zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat und alles, was in ihnen ist.“

Bekehrung bedeutet, dass man sich von allem wegwendet, was an Herrschaft und Gott im Leben existiert. Wer an einen Gott des Islams, an einen Buddha, eine hinduistische Gottheit, an sich selbst, an das Gute, oder was sonst geglaubt hat, muss dieses komplett aufgeben. Es gibt nur den einen, wahren Gott. Wer nicht bereit ist, sich allein zu diesem hinzuwenden, ist nicht bekehrt!

4. Bekehrung: Aus dem Bereich Satans heraus – in den Bereicht des Lichtes hinein


Apostelgeschichte 26,18: „Damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.“

Bekehrung bedeutet, dass man sich eingesteht, dass man in dem Bereich gelebt hat, in dem Satan der Fürst der Welt war. Man war nicht frei, man war nicht sein eigener Herr, man war Sklave des Teufels, der eigenen Begierden und des Eigenwillens. Bekehrung bedeutet, dass man innerlich erschüttert ist über diesen Aufenthaltsort, den Charakter des eigenen Lebens. Dann kann Gott einen solchen Menschen in den Bereich bringen, in dem Gott das Sagen hat, der ganz und gar von Gott und seinem himmlischen Licht gekennzeichnet ist. Eine echte Umkehr, die Glauben nötig macht. Ohne Glauben an den Gott der Bibel gibt es keine Bekehrung. Glaube heißt, dass man an den unsichtbaren Gott glaubt, der diese Welt erschaffen hat (vgl. Apg 14,15).

5. Bekehrung: Ein neuer Lebensinhalt


1. Thessalonicher 1,9: „Wie ihr euch von den Götzenbildern zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten.“

Bekehrung bedeutet, dass sich der Lebensinhalt gravierend und grundsätzlich wandelt. Früher hat man einem falschen Gott gedient. Jetzt wendet man sich an den Gott der Bibel, welcher der himmlische Gott ist. Ihm dient man. Bekehrung bedeutet auch, dass man den Sohn Gottes, Jesus Christus, erwartet. Er wird auf diese Erde kommen, um uns in den Himmel zu bringen. Das ist elementarer Bestandteil der Bekehrung!