21.08.2007 Persönlicher Glaube | 1. Johannes

Echte Nachfolge Jesu Christi

Ein Beispiel aus der gesellschaftlichen Realität
Heute las ich den Bericht über einen Zivilisten aus dem Irak, der sich einem Selbstmordattentäter in den Weg gestellt hat und damit vielen Menschen das Leben gerettet hat. Er selbst setzte sein Leben dafür ein – er bezahlte damit.

Wir wissen nicht, aus welchen Motiven heraus dieser Mann gehandelt hat. Gott weiß es. Kann man so etwas aus reinem Altruismus tun? Man kann es fast nicht glauben! Wenn er Christ war, dann hat er seinen Meister nachgeahmt: „Hieran haben wir die Liebe erkannt, dass er für uns sein Leben hingegeben hat; auch wir sind schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben“ (1. Joh 3,16).

Das Beispiel der Hingabe Jesu
Der Herr hat für uns sein Leben in den Tod gegeben. Jetzt sind wir gefragt. In aller Regel müssen wir in unserem Leben nicht das biologische Leben aufs Spiel setzen. Es erübrigt sich hier auch die Frage, ob wir dazu bereit sind. Denn erst dann, wenn wir diese „Gnade“ benötigen, schenkt der Herr sie auch.

Aber als Christ muss man sich die Frage stellen: Was bin ich bereit einzusetzen für meinen Herrn und damit für meine Glaubens-Geschwister? Welche Antwort habe ich auf die Liebe meines Retters?

Die praktische Nachfolge in der Hingabe
Wenn es nicht darum geht, mein Leben aufs Spiel zu setzen, so gibt es doch Abstufungen in diesem „Einsatz“, die wir im Neuen Testament ebenfalls finden: „Wenn er dir aber irgendein Unrecht getan hat oder dir etwas schuldig ist, so rechne dies mir an. Ich, Paulus, habe es mit meiner Hand geschrieben, ich will bezahlen“ (Phlm 18.19). Paulus war bereit, die finanzielle Schuld zu bezahlen, die der weggelaufene Sklave Onesimus bei seinem Herrn Philemon hatte. Wahrscheinlich hatte sich Onesimus in der Kasse von Philemon bedient ... Sind wir bereit, für die Schuld eines anderen aufzukommen (vorausgesetzt, wir erkennen wir bei Onesimus eine echte Umkehr)?

Beispiel 2: „Wer aber irgend irdischen Besitz hat und sieht seinen Bruder Mangel leiden und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm?“ (1. Joh 3,17). Als ob Johannes gewusst hätte, dass wir in aller Regel nicht unser ganzes Leben hinzugeben haben, zieht er den Kreis weiter. Wenn ich meinen Bruder materiellen Mangel leiden sehe, habe ich dann ein offenes Herz, um ihm etwas zu geben?

Hingabe kann sehr schnell sehr praktisch werden. Genau das erwartet unser Herrn und Retter von uns. Aus Liebe ...