17.01.2009 Persönlicher Glaube

Geben wir Gott eine Chance zu uns zu sprechen?

Was ich aber damit meine, möchte ich gerne an dem Gleichnis von dem Sämann z.B. in Markus 4,3 ff. zeigen, das ich gerne auf gläubige Christen anwende. Gott möchte einen Anknüpfungspunkt bei uns haben, wenn er uns etwas sagt.

„Siehe, der Sämann ging aus, um zu säen. Und es geschah, als er säte, fiel einiges..."

Ohren auf Durchzug

Wenn unsere Herzen fest getrampelt sind, wir also überhaupt nicht bereit sind, etwas von dem, was wir hören, aufzunehmen, dann geht das Gehörte in ein Ohr rein und aus dem anderen wieder heraus. Es gelangt nicht in unser Herz und kann deshalb auch keine Wurzeln schlagen. Der Same, der auf den Weg fiel, hatte überhaupt keine Chance, Wurzeln zu schlagen. Der Vogel kam und nahm es weg. Wenn wir also Gottes Wort hören, aber nicht wirklich zuhören, hat der Teufel leichtes Spiel. Er braucht sich gar nicht „anzustrengen", damit wir nichts von dem nach Hause, ja noch nicht einmal aus dem Raum heraus mitnehmen, was wir gehört haben.

Widerstand? Nicht abhalten lassen!

Eine andere Situation ergibt sich, wenn wir mit Freude das Wort aufnehmen, sofort Feuer und Flamme sind, kaum abwarten können, dass wir endlich loslegen können. Es gibt einen Anknüpfungspunkt bei uns. Das Wort kann Wurzeln schlagen - aber nur ganz kurze. Auf dem Felsen in unserem Herzen (vielleicht Furcht vor den Menschen?) liegt etwas gute Erde. Das Wort Gottes spricht diesen Punkt an und wir möchten das Gehörte in die Tat umsetzen.

Vielleicht haben wir bei dem Gehörten an etwas gedacht, von dem wir wissen, dass es uns hindert, dem Herrn Jesus so nachzufolgen, wie er es gerne möchte. Wir haben diese Gewohnheit jedoch noch nicht abgelegt, weil wir uns vor den Bemerkungen der anderen fürchten oder uns den Fragen nicht gewachsen fühlen.

Ein Beispiel? Vielleicht bei der jungen Schwester die Musik, die man so hört? Bei dem jungen Bruder die Orte, wo man sich so aufhält? Was sagt meine Freundin, wenn ich meine CD´s auf einmal wegwerfe? Was sagt mein Freund, wenn ich auf einmal nicht mehr mitgehe?

Falle ich bei dem Gedanken an den „Gegenwind" um, dann war das der Same, der auf das Steinige fiel! Die kurzen Wurzeln haben nicht genug Kraft sich gegen die Sonne zu wehren. Gott hatte einen Anknüpfungspunkt, aber leider war der zu klein - von uns zu klein gehalten.

Stress und Sorgen sind Dornen

Dann gibt es da noch die Situation, dass wir das Gehörte aufnehmen und darüber nachdenken. Wir möchten gerne das tun, was wir gehört haben oder in Gottes Wort gefunden haben. Aber gleichzeitig sind da noch die anderen Gedanken in unserem Kopf. Der Stress bei der Arbeit, in der Schule, im Haushalt oder die Bequemlichkeit, die Annehmlichkeiten und liebgewordenen Gewohnheiten. Alles an sich nichts Böses, nein ganz natürliche Dinge. Aber trotzdem hinderlich auf meinem Weg dem Herrn Jesus nach.

Wir haben keinen freien Kopf, die Gedanken aus dem Wort Gottes Fuß fassen zu lassen. Aber, kennt Gott nicht unseren Stress, hatte der Herr Jesus keinen „Stress" auf dieser Erde? Wie viel Mühe haben Ihm die Menschen gemacht. Was sagt Er deshalb zu uns? „So seid nun nicht besorgt für den morgigen Tag" Mathäus 6,34 und: „Indem ihr alle eure Sorgen auf Ihn werft" 1. Petrus 5,7. Wir sollen also diese Sorgen nicht zu Dornen werden lassen, die das Wachsen der Pflanze –das Worte Gottes in unseren Herzen- ersticken.

Wenn wir die liebgewonnene Bequemlichkeit für den Herrn Jesus aufgeben, bringt uns das Gewinn. Der Herr nennt diese Art der Bewquemlichkeit in dem Gleichnis „Betrug des Reichtums", soll heißen, wenn wir unser Augenmerk auf unser Vermögen legen zu Lasten des Wortes Gottes, dann sind Geld und Reichtum Dornen, die die Freude am Wort Gottes ersticken, so dass die Frucht ausbleibt. Bei den Sorgen und der Bequemlichkeit sind Wurzeln, ja sogar eine Pflanze da, aber es fehlt die Frucht, weil das Wachstum unterdrückt wird.

Der Same geht auf und bringt Frucht

Wie schön jedoch, wenn unser Herz der guten Erde gleicht. Dann hören wir aufmerksam auf das, was der Herr Jesus uns sagen möchte. Und dieser Same kann Wurzeln in unseren Herzen schlagen mit dem Ergebnis, dass wir das tun, was der Herr mit seinem Wort bei uns bewirken wollte. Der Same wächst zu einer Pflanze und bringt Frucht; zu unserer Freude, aber auch zur Freude unseres Herrn.

Geben wir doch dem Herrn Jesus eine Chance, das Wort Gottes zu uns sprechen zu lassen. Wenn wir Gottes Wort hören oder lesen, wollen wir es in unsere Herzen aufnehmen (also Gleichgültigkeit gegenüber Gottes Wort gar nicht erst aufkommen lassen -WEG), darüber nachdenken und das tun, was der Herr mit seinem Wort bei uns bezwecken wollte und uns nicht abhalten lassen durch, Widerstand (STEINIGE), Sorgen oder Bequemlichkeit (DORNEN).

Der Herr Jesus wird es reichlich belohnen, wenn wir dann nicht nur Hörer sondern auch Täter seines Wortes sind (Jakobus 1,22).