19.07.2007Ehe & Familie

Der Sarg kommt aus der Mode

Neue Begräbnismethoden

Immer mal wieder gibt es in letzter Zeit Artikel darüber, dass die „klassische“ Bestattungsweise, in dem der Leichnam eines verstorbenen Menschen in einem Sarg in die Erde gelegt wird, aus der Mode gekommen ist. Nur noch rund die Hälfte der Deutschen (51 %) wünscht eine Beisetzung im traditionellen Erd- oder Urnengrab. Vor neun Jahren waren das noch 87%. Dabei ist auch das Urnengrab, also das Einäschern eines Verstorbenen, schon eine besondere Form der Bestattung.

Hinzu kommen „moderne“ Formen des Begräbnisses, zum Beispiel die sogenannten Baumbestattung, wo die Asche an die Wurzel eines neuen oder älteren Baumes gestreut wird. Und natürlich gibt es noch viel mehr Varianten. Vor einiger Zeit erregte ein Prozess in Deutschland Aufsehen, wo eine Frau wollte, dass die Asche ihres Vaters zu einem Edelstein gemacht würde.

Welche Art des Begräbnisses lernen wir in der Bibel?

Bei all diesen Angeboten: Was kommt für einen Christen in Frage? Die Antwort ist sehr leicht zu geben. Denn wir finden in der Schrift, wenn es um gläubige Menschen gibt, nur eine „Variante“: die des Begräbnisses.

Der Herr Jesus wurde begraben! „Dorthin nun, wegen des Rüsttags der Juden, weil die Gruft nahe war, legten sie Jesus“ (Johannes, Kapitel 19, Vers 32).

„Seine Jünger [die von Johannes dem Täufer] kamen herzu, hoben den Leichnam auf und begruben ihn“ (Matthäus, Kapitel 14, Vers 12).

„Gottesfürchtige Männer aber bestatteten Stephanus“ (Apostelgeschichte, Kapitel 8, Vers 2).

David wurde begraben (Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 29), sogar der reiche Mann in der gleichnishaften Erzählung wurde begraben (Lukas, Kapitel 16, Vers 22). Und so könnte man fortfahren.

Vielleicht denkt jemand: Ok – wir finden viele Begräbnisse in der Schrift. Aber warum geht es nicht anders?

3 Gründe für ein „klassisches“ Begräbnis

a) Wenn die Bibel so viele Beispiele von Begräbnissen liefert und kein einziges von einer Einäscherung [übrigens auch nicht, wenn von einem großen Brand die Rede ist zum Beispiel bei Asa, wo nicht sein Leichnam verbrannt wurde, sondern ein Brand anlässlich seines Todes veranstaltet wurde; auch Saul wurde nicht komplett verbrannt, sondern seine Gebeine wurden begraben], dürfte das wohl nicht grundlos sein!

b) Die Bibel sagt deutlich, dass der Mensch zum Staub zurückkehrt (1. Mose, Kapitel 3, Vers 19) – nicht zur Asche.

c) In 1. Korinther, Kapitel 15, Verse 42 und 44 heißt es: „Es wird gesät in Verwesung, es wird auferweckt in Unverweslichkeit ... es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistiger Leib.“ Das zeigt noch einmal deutlich: Gott bestimmt das Begräbnis des Leichnams, der bei uns Menschen im Gegensatz zu dem von Christus verwest, als den richtigen und Gott wohlgefälligen Weg. Daran wollen wir festhalten.