27.06.2007Psalmen | Sprüche | Persönlicher Glaube

Früh

Die Welt ist eine Wüste für uns, oder?

Wenn es um die geistlichen Bedürfnisse eines erlösten Menschen geht, dann gleicht diese Welt einer Wüste. Äusserlich gesehen sieht es zwar nicht dürr aus. Das Programmangebot der Welt ist sehr vielseitig, aber alles ohne Gott. Daher vermag nichts aus dieser angebotenen Palette den tiefen Bedürfnissen des menschlichen Herzens gerecht zu werden.

Doch der Gläubige hat inmitten einer solchen Umgebung seinen Gott, nach dem sein ganzes Verlangen steht. Schon am Morgen, bevor der Alltag mit seinen vielfältigen Pflichten auf ihn anstürmt, sucht er die Gemeinschaft mit Ihm.

Womit beginnen wir den Tag?

Und der Herr fordert uns sogar auf, Ihn frühe zu suchen, und verbindet damit eine Verheißung. Mit den obigen Worten aus den Sprüchen meint Er wohl in erster Linie, dass wir die ersten Minuten unseres Tages Ihm widmen sollen. Indem wir zuerst an Ihn denken, bevor der Tagesablauf mit all den Problemen uns wieder voll in Beschlag genommen hat, wird uns auch bewusst, dass wir ja gar nichts ohne Ihn und seine Hilfe vermögen. So wird uns in der Frühe des Tages, wenn wir mit Ihm allein sind, auch bewusst, wie wir für jeden kommenden Schritt, für jede Aufgabe, für jede Entscheidung seine Gnade nötig haben.

Am Thron der Gnade, zu dem wir jederzeit, auch in der frühen Morgenstunde, Zugang haben, steht uns der ganze Reichtum der göttlichen Gnade und Barmherzigkeit zur Verfügung. An uns liegt es, jeden Tag aufs neue von dieser Fülle zu nehmen.

Womit beginnen wir unsere Überlegungen?

Vielleicht hat das Wörtchen „früh“ noch eine weitere Bedeutung. Während unseres Lebens haben wir viele Fragen und Probleme zu bewältigen und zu lösen. Wie packen wir die Dinge an?

Versuchen wir ihnen zuerst mit eigenen Überlegungen, mit eigener Kraft, mit menschlichen Hilfsmitteln zu begegnen, oder gehen wir „früh“, d.h. von allem Anfang an, mit unseren Problemen zum Herrn? Sobald wir Ihn zu unserem Ratgeber und Helfer machen, wird unser Herz ruhig und still. Vielleicht übt Er unsere Geduld und zeigt uns nicht sofort eine Lösung, einen Ausweg - aber bestimmt wird Er sich unser annehmen. Er wird sich von uns finden lassen.

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Mit freundlicher Genehmigung des Beröa Verlages
Halte Fest Jahrgang 1999 - Seite: 46