13.06.2007Ehe & Familie

Die Alpha-Mädchen sind unterwegs ...

Was Alpha-Mädchen eigentlich so denken ...

Der SPIEGEL hat sich in seiner Titelgeschichte diese Woche die Alpha-Mädchen vorgenommen. Das sind die (besonders jungen) Frauen, die hinsichtlich Intelligenz, Ehrgeiz, Karriere usw. ihre männlichen Wettbewerber sozusagen rechts überholen. In dem dazu gehörenden Chat, den das Spiegel-Magazin dazu veranstaltet hat, sagte eine der Autorinnen der Titelgeschichte: „Die Rolle der Hausfrau ist für mich noch NIE in Frage gekommen. Schon als kleinem Mädchen war mir klar, dass es auf der Welt kaum etwas Frustrierenderes gibt als Hausarbeit.“

Es geht mir heute nicht so sehr um die eigentliche Aufgabe der Frau, wie Paulus sie Titus schreibt: „Du aber rede, was der gesunden Lehre geziemt: ... damit die alten Frauen die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen, rein, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig, sich den eigenen Männern unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert werde“ (Titus, Kapitel 2, Verse 1 bis 5). Das ist einfach wahr und steht für sich selbst.

Warum ist der Haushalt frustrierend?

Mich interessiert heute die Frage: Warum kommen Menschen zu der Aussage, es gebe kaum etwas Frustrierenderes (für eine Frau) als die Hausarbeit? Dafür könnte es mehrere Antworten geben:

a) Die Arbeit ist in sich selbst frustrierend. Sie macht einfach keinen Spaß. Wenn das so ist – und natürlich gibt es sehr viel Routinearbeit und sogar „Drecksarbeit“ in dieser Verbindung, die von einer Ehefrau und Mutter auszuführen ist – kann man dann durch eine neue Blickrichtung mehr Freude, mehr Erfüllung finden? „Was irgend ihr tut, arbeitet von Herzen, als dem Herrn“ (Kolosserbrief, Kapitel 3, Vers 23). Wenn man „Drecksarbeit“ für den Herrn Jesus tut, aus Liebe zu Ihm, adelt das nicht die Arbeit?

b) Die Frauen erfahren nicht genügend Wertschätzung für ihre Arbeit. Ich fürchte, das ist eines der Hauptprobleme in unserer Gesellschaft. Können wir als Ehemänner nicht wiederholt deutlich machen, wie sehr wir unsere Frauen in dieser Arbeit wertschätzen? Wie oft bedanken wir uns für diese Schufterei unserer Ehefrauen? Wie oft finden wir einen liebevollen Händedruck, einen freudigen Blick, um unseren Frauen dafür zu danken? „Ihr Männer, gebt euren Frauen Ehre“ (1. Petrusbrief, Kapitel 3, Vers 7).

c) Die Ehemänner schämen sich dafür, dass ihre Frauen den Haushalt versorgen. Ist es nicht wahr, dass wir uns im Beruf und darüber hinaus verstecken, wenn es um die Frage geht, ob unsere Frau auch berufstätig ist. Natürlich ist sie es! Denn die Arbeit zu Hause mit den Kindern im Haushalt ist ein Fulltime-Job. Und das nicht erst mit sechs Kindern! Warum stehen wir nicht offensiv dazu, indem wir auch nach außen hin unsere Wertschätzung deutlich machen. Das spüren unsere Frau, ob wir uns innerlich schämen, oder stolz auf sie sind!

d) Die Ehemänner packen nie mit an. Eigentlich sollte das der Vergangenheit angehören. Aber es wird wohl immer noch so sein, dass viele Frauen die Arbeit komplett alleine machen müssen. Sind wir Männer eigentlich zu stolz dafür mit anzupacken? Ist das unter unserer Würde? Oder meinen wir, im Unterschied zu uns hätten die Frauen den ganzen Tag nur herumgesessen, so dass wir dann abends die Beine hochlegen können? Welche ein Irrtum! „Wohnt bei euren Frauen nach Erkenntnis als bei einem schwächeren Gefäß“ (1. Petrusbrief, Kapitel 3, Vers 7).

Abhilfe schaffen

Es gibt sicher noch mehr Gründe. Aber es sind schon ausreichend viele, um uns Männern deutlich zu machen, dass wir verantwortlich sind dafür, ob sich unsere Frauen in ihrer Haushaltsarbeit frustrieren oder mit Freude dem Herrn dabei leben.