17.02.2003 Persönlicher Glaube | Versammlung / Gemeinde

Goebbels: Wollt ihr den totalen Krieg?

Das hat sich bis heute nicht geändert! Und wenn man in den Irak oder andere Länder schaut, dann sieht man, dass solche „Goebbels“ oder „Hitlers“ bis heute existieren. Aber erstaunlicherweise regen sich viele Menschen bis heute nicht über diese schrecklichen Menschen am meisten auf, sondern über andere Regierungschefs, die vielleicht auch mit unlauteren Motiven für oder gegen einen Krieg sind. Aber manchmal hat man nicht den Eindruck, dass wir Menschen wirklich aus der Geschichte gelernt haben.

Kein Widerstand - kein Einhalten - kein Mut zur Wahrheit

Goebbels, Hitler und Göring konnten damals schalten und walten, wie sie wollten. Kein Mensch hat sich ihnen wirklich in den Weg gestellt. Sicher, es gab einige wenige, die erkannten, wie schlimm diese Männer waren. Und sie haben versucht, gegen Hitler und seine Mannen vorzugehen. Und haben es nicht vermocht. Entweder jubelten alle Hitler hinterher - oder man hatte Angst vor ihm. Man hatte Angst, den Mund gegen ihn aufzumachen.

Und bis heute ist die Angst eines der wichtigsten Instrumente, um Menschen gefügig zu machen. Sicher mag es nur wenig Menschen geben, die das „Format“ eines Hitler oder Goebbels besitzen. Aber ist das, was man im Irak und anderen Ländern erlebt, nicht ebenfalls ein Spielen mit der Angst?

Hast Du auch schon aus Angst geschwiegen?

Und wie oft schweigen wir auch als Gläubige aus Angst, dass unser Ansehen beschädigt werden könnte. Natürlich: Hier geht es jetzt um eine völlig andere Dimension! Keine Frage. Aber damals die Menschen mussten damit rechnen, ermordet zu werden, wenn sie gegen Hitler, Goebbels und andere Machthaber vorgingen. Das gleiche gilt heute im Irak und anderen totalitären Regimes. Diese Gefahr besteht nicht in Deutschland. Und noch weniger unter Gläubigen.

Aber ist es nicht so, dass wir trotzdem, weil wir voreinander oder vor bestimmten Geschwistern Angst haben, den Mund halten, wo wir eigentlich reden müssten. Dass wir dann Dinge einfach hinnehmen, die wir nicht hinnehmen dürften, wenn wir uns wirklich an die Schrift halten würden? Und das aus Angst, dass wir vielleicht von manchen nicht mehr als „voll“ angesehen werden.

Wir wollen dem Herrn gehorsam sein in allem!

Es ist typisch menschlich, dass man sich hier nach der Masse, der Mehrheit, der gerade vorherrschenden Stimme richtet - und in ihr Horn bläst. Und es ist typisch „christlich“, wenn wir in Abhängigkeit von dem Herrn - vor seinem Angesicht - das sagen, was wir sagen müssen. Wir müssen uns immer fragen, ob wir wirklich in Übereinstimmung mit den Gedanken Gottes sind. Aber wenn wir diese Überzeugung haben, dann dürfen, ja müssen wir das sagen, was wir erkannt haben. Wir sind es unserem Herrn schuldig, denn Er ist für uns am Kreuz von Golgatha gestorben. Ihm müssen wir Gehorsam leisten. An jedem Tag - koste es, was es wolle. Und wenn wir das tun, haben wir einen tiefen, inneren Frieden, denn wir haben unseren Herrn auf unserer Seite - wenn wir uns wirklich auf Ihn stützen und zu Ihm bekennen.